Wissenswertes über die eVB-Nummer

Ohne Versicherungsbestätigung keine Autozulassung – so einfach ist es heute. Wie Kfz-Fahrer die elektronische Versicherungsbestätigung (eVB) bekommen und wann sie diese benötigen – hier die Antwort auf die wichtigsten Fragen dazu.

Wozu brauche ich eine eVB-Nummer?

Ohne eine Kfz-Haftpflichtversicherung darf in Deutschland kein Kraftfahrzeug auf der Straße fahren, zugelassen werden Fahrzeuge daher nur mit einem Versicherungsnachweis. Die eVB-Nummer liefert der Zulassungsstelle den Nachweis vom Kfz-Versicherer, dass das Fahrzeug tatsächlich versichert ist.

Wozu brauche ich eine eVB-Nummer?

Die eVB-Nummer ist notwendig, 

  • wenn das Auto technisch verändert wurde;
  • wenn der Fahrzeughalter in einen anderen Zulassungsbezirk umgezogen ist;
  • wenn der Halter eines Fahrzeugs wechselt;
  • wenn Sie ein Kurzzeitkennzeichen beantragen möchten;
  • wenn ein stillgelegtes Fahrzeug wieder zugelassen werden soll.

Wer seinen Kfz-Versicherer wechselt muß nur seine Autoversicherung kündigen , benötigt keine eVB-Nummer – die WGV Versicherung übermittelt die eVB-Nummer an die Zulassungsstelle. Beim Versichererwechsel steht Ihnen WGV Berater Helmut Halt mit Rat und Tat zur Seite

Wo bekomme ich eine eVB-Nummer?

Sie können eine eVB-Nummer bei WGV Berater Helmut Halt direkt anfordern – entweder online http://wgv-halt.de oder telefonisch: 0711 317667. Die Nummer ist anschließend für drei Monate gültig.

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Simson ist die Kurzbezeichnung eines ehemaligen Waffen- und Fahrzeugherstellers, der im Laufe seiner Geschichte mehrmals umstrukturiert und umbenannt wurde. Das ursprüngliche Unternehmen wurde 1856 von den beiden jüdischen Brüdern Löb und Moses Simson in der thüringischen Stadt Suhl gegründet. Seine heutige Bekanntheit erlangte Simson durch die in der DDR in großen Stückzahlen hergestellten Zweiräder. Mit insgesamt knapp 6 Millionen hergestellten Krafträdern[1] war Simson der größte Zweiradhersteller Deutschlands und ist es bis heute geblieben.

Geschichte

1856–1933

Basis des Unternehmens war anfangs eine Schneidemühle, die auf Antrag von Andreas Bauer aus Heinrichs mit kurfürstlicher Konzession vom 28. Dezember 1740[2] in einen Stahlhammer umgewandelt wurde. In diesem Stahlhammer wurde das aus der Region gewonnene Eisenerz zu Stahl geschmiedet. Die Brüder Löb und Moses Simson erwarben 1854 ein Drittel des Betriebs[3] und gründeten daraus 1856 die Firma Simson & Co, die weiterhin Holzkohlenstahl produzierte, der hauptsächlich für die Herstellung von Jagd- und Militärwaffen Verwendung fand. Hauptauftraggeber waren die preußische Armee, die Waffen unter anderem für den Preußisch-Deutschen Krieg 1866 und den Deutsch-Französischen Krieg von 1870 bis 1871 benötigte,[4] und das sächsische Kriegsministerium.

1871 wurde die erste Dampfmaschine in Betrieb genommen. Im Folgejahr erhielt die Fabrik Staatsaufträge für die Waffenfertigung. Zwischen 1872 und 1876 wurden etwa 150.000 Militärgewehre vom Typ Modell 71 gefertigt. 1880 erfolgte der Beginn der Produktion von Jagdwaffen.

1887 ließ Gerson Simson an das 1882 errichtete Wohnhaus in Suhl Werkstätten, Büro, Revision und Magazin anbauen. 1893 wurde die Produktion von Präzisionsrichtmitteln für die Artillerie aufgenommen. Hauptabnehmer war Krupp.

Ab 1896 erweiterte Simson seine Produktpalette und stellte die ersten Fahrräder, die englischen Vorbildern ähnelten, her. Simson wurde bald zu einem der größten Fahrradproduzenten. 1908 kam es zu Streiks in der Belegschaft, die die Wiedereinstellung von zwölf entlassenen Kollegen sowie den Einbau von Öfen und Ventilatoren in einigen Abteilungen forderte. Der Streik endete mit Teilerfolgen für die Mitarbeiter.

1907 begann die Entwicklung von Personenkraftwagen. Für die Produktion war eine ehemalige Möbelfabrik in Suhl ersteigert worden. Die Entwicklungsarbeiten waren von mehreren Fehlschlägen gezeichnet. Erst 1911 gelang die Konstruktion eines markttauglichen Modells, nachdem der Automobilexperte Paul Henze für mehrere Monate gewonnen worden war. Nach seinen Konstruktionsunterlagen baute der Ingenieur Fritz Hattler Versuchsmuster eines Kleinwagens. 1911 wurde der erste Pkw (Simson A) mit 4-Zylinder-Motor gebaut und ging in Serienproduktion. Infolge der Untermotorisierung wurden jedoch nur wenige Exemplare verkauft. Es folgte die Entwicklung von Varianten mit mehr Leistung.

Wurden 1855 gerade 20 Mitarbeiter beschäftigt, so gab es 1904 bei Simson, dem größten Arbeitgeber Suhls, 1200 und 1918 etwa 3500 Beschäftigte. Während des Ersten Weltkrieges kam es zu einem starken Wachstum und das Unternehmen konnte zwischen 1915 und 1917 seine Produktion vervierfachen. Simson fertigte Teile für Maschinengewehre, Gewehre, kleine Geschütze, Flugmotoren und Sanitätskraftwagen.[5]

Nach dem Ersten Weltkrieg musste die Waffenproduktion eingestellt werden. Allerdings konnte Simson am 25. August 1925 mit der Reichswehr einen Monopolvertrag zur Lieferung von leichten Maschinengewehren, Gewehren, Karabinern und Pistolen abschließen.[6] Infolge des Friedensvertrags von Versailles war das Unternehmen zuvor von den Alliierten zum alleinigen Ausrüster bestimmt worden. Daneben begann das Unternehmen 1924 die Serienproduktion von Automobilen der Luxusklasse, insbesondere des Modells Simson Supra, das auch im Rennsport erfolgreich fuhr. Ab 1930 wurden außerdem Kinderwagen hergestellt.

Die Monopolstellung als einer der wenigen offiziellen Waffenlieferanten der Reichswehr ermöglichte es Simson, die Weltwirtschaftskrise von 1929 gut zu überstehen, während die lokale Konkurrenz von vielen Firmenzusammenbrüchen betroffen war.[6] Dies führte zu Beschwerden und Klagen über die staatlichen Subventionen sowie zur Forderung des Verbandes der Suhler Gewehrfabrikanten e. V., Heeresaufträge nicht nur an Simson zu vergeben. Die Anfeindungen wurden von den Nationalsozialisten aufgegriffen, um die jüdischen Geschäftsführer Arthur und Julius Simson anzugreifen und zu diffamieren.

1933–1945

Kurz nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten startete der thüringische Gauleiter Fritz Sauckel ein Untersuchungsverfahren mit der Begründung, das Deutsche Reich sei durch das jüdische Unternehmen bei der Abrechnung der staatlichen Aufträge übervorteilt worden. Obwohl der Reichsrechnungshof keine übermäßigen Gewinne feststellen konnte, kam es auf Initiative Sauckels 1934 in Meiningen zu einem Schauprozess gegen Arthur Simson und einige leitende Angestellte wegen „Übervorteilung des Reiches“. Allerdings mussten die inhaftierten Angeklagten ein Jahr später aus Mangel an Beweisen in allen Punkten freigesprochen werden.

Schon vorher, am 19. September 1933, hatte die Simson & Co KG das Unternehmen an die neu gegründete Berlin-Suhler Waffen- und Fahrzeugwerke GmbH verpachtet, um den Familiennamen aus dem Firmennamen zu entfernen.[7] Als Treuhänder wurde Herbert Hoffmann, ein Berliner Kaufmann und NSDAP-Mitglied, eingesetzt.[8] Die Kontrolle über ihr Unternehmen war dadurch der Familie Simson entzogen worden und auf den Treuhänder Hoffmann übergegangen. Zwecks Arisierung wurde das Unternehmen mit einem Wert von etwa 18 Millionen Reichsmark und einem Jahresgewinn 1934 von rund 1,6 Millionen Reichsmark Friedrich Flick für einen Preis von 8 bis 9 Millionen Reichsmark angeboten.[9] Flick lehnte dies aber nach längeren Verhandlungen ab.

Am 1. September 1934 wurde die Automobilproduktion zugunsten der Rüstungsproduktion eingestellt.[3]

Im August 1935 erwirkte Sauckel ein Revisionsverfahren vor dem Oberlandesgericht Jena, diesmal unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Das endete mit einem Schuldspruch und einer Geldbuße von 9,75 Millionen Reichsmark gegen die Inhaber.[10] Der angebliche Übergewinn wurde durch die deutsche Revisions- und Treuhand AG errechnet. Das nötige Geld konnte nur durch einen unter Waffengewalt erzwungenen Verzicht der Eigentümer Julius und Arthur Simson auf das Werk beglichen werden, sodass am 28. November 1935 das Unternehmen auf Fritz Sauckel übertragen wurde. Die Familie Simson konnte 1936 in die Schweiz fliehen und wanderte in die USA aus. Der Name Simson wurde schließlich aus der Firmenbezeichnung gestrichen.

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Das übernommene Vermögen bildete in der Folge den Grundstock für die 1936 gegründete Wilhelm-Gustloff-Stiftung. Im gleichen Jahr lief unter dem Namen BSW 98 in Suhl das erste motorisierte Zweirad des Herstellers vom Band, das damals noch als Motorfahrrad galt. Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde die Produktion von Fahrrädern, Kinderwagen und Motorrädern eingestellt und auf Waffen umgestellt. Das Unternehmen firmierte ab 1939 unter Gustloff-Werke – Waffenwerk Suhl. 6000 Mitarbeiter fertigten diverse Kriegswaffen wie Karabiner, Maschinengewehre und leichte Flugabwehrkanonen. Der Umsatz betrug mit militärischen Erzeugnissen 1940 knapp 43 Millionen Reichsmark, während der Umsatz der zivilen Produktion, die im darauffolgenden Jahr eingestellt wurde, nur bei etwa 3,3 Millionen Reichsmark lag. Unter anderem wurden in Suhl allein im Jahr 1944 fast 62.000 Maschinengewehre 42 und 2500 Lafetten für die 2-cm-Flak 38 hergestellt.[3] Neben dem Stammwerk entstand 1938 in Schmiedefeld am Rennsteig ein Zweigwerk zur Lauffertigung von Maschinengewehren. Das sogenannte Rennsteigwerk lag direkt am Bahnhof Rennsteig. 1940 folgten das Gustloffwerk in Meiningen für die Produktion der Panzerbüchse 39, des MG 13 und der 2-cm-Flak 38 sowie ein Werk in Greiz für die Fertigung von Gewehrläufen. Schließlich nahm 1942 in Litzmannstadt ein weiteres Zweigwerk die Fertigung des MG 42 auf, die im August 1944 nach Suhl verlagert wurde.

1945–1990

VEB Fahrzeug- und Gerätewerk Simson-Suhl (1959)

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Werk von den Alliierten als Rüstungsbetrieb eingestuft und 1946 weitgehend demontiert. Etwa 4300 Maschinen wurden als Reparationsleistungen in die Sowjetunion transportiert.[11] Mit den verbliebenen knapp 900 Anlagen begann die Produktion von Jagdwaffen, Kinderwagen und Fahrrädern, die größtenteils als weitere Reparationen in die Sowjetunion gingen. 1947 wurde der Betrieb in die Weimarer Zweigstelle der sowjetischen Aktiengesellschaft SAG Awtowelo (AWO) eingegliedert.

Ende 1948 erhielt das Werk von der Sowjetischen Militäradministration (SMAD) den Befehl, ein Motorrad mit einem 250-cm³-Viertaktmotor zu bauen, die spätere AWO 425. Bereits 1950 konnte die Produktion des der EMW beziehungsweise BMW R 25 ähnelnden Maschine aufgenommen werden, von der bis zur Produktionseinstellung Ende 1961 etwa 210.000 Stück hergestellt wurden. Mit dem Hochfahren der Mopedproduktion wurde 1957 die Produktion von Fahrrädern eingestellt.

Mit dem SR1 begann 1955 die Mopedproduktion

Simson S350 (1960), ein nicht in Serie gegangenes Motorrad mit 350 cm³ im Fahrzeugmuseum Suhl

Simson-Emblem am Tank eines Motorrades der Streitkräfte der Deutschen Demokratischen Republik im Militärhistorischen Museum der Bundeswehr

Am 1. Mai 1952 wurde der von nun an volkseigene Betrieb als VEB Fahrzeug und Gerätewerk Simson Suhl in der späteren IFA – Industrieverband Fahrzeugbau der DDR, eingegliedert. Produziert wurden neben der AWO 425 ab 1955 auch Mopeds, Mokicks und Roller. Aufgrund des Beschlusses, die Motorradproduktion in der DDR ausschließlich von MZ durchführen zu lassen, folgte ab 1962 nur noch der Bau von Mopeds und anderen Kleinkrafträdern. Diese Aufteilung der Marktsegmente blieb bis zum Ende der DDR bestehen. Bereits am 13. September 1962 verließ das einmillionste Kleinkraftrad die Produktionshallen bei Simson.[12] Mit dem Produktionsbeginn der Schwalbe 1964 und des S50 im Jahr 1975 wurden die in der DDR bekanntesten und weitverbreitetsten Kleinkrafträder hergestellt.

Nachdem zwischenzeitlich zwecks Erhöhung der Mopedproduktion die Waffenherstellung in das „VEB Ernst-Thälmann-Werk Suhl“ ausgelagert wurde, kam es zum Jahresbeginn 1968 wieder zur Zusammenlegung der Werke, woraufhin der Betrieb von da an VEB Fahrzeug- und Jagdwaffenwerk „Ernst Thälmann“ hieß. Ende der 1980er Jahre hatte das Suhler Werk etwa 4000 Mitarbeiter, die pro Jahr knapp 200.000 Kleinkrafträder produzierten.[13] Die Mopeds wurden ab den 1970er Jahren international vorrangig im Ostblock verkauft, außerdem auch im Vorderen Orient und in Afrika. Sie entsprachen einigen Autoren zufolge nicht mehr dem Qualitäts- und Entwicklungsstand,[14] wobei auch in den 1980er Jahren noch moderne Produkte wie der SR50 auf den Markt kamen, für den sogar ein Elektromotor entwickelt wurde.

Im Zuge der politischen Wende 1989/1990 wurde der volkseigene Betrieb Fahrzeug- und Jagdwaffenwerk „Ernst Thälmann“ Simson Suhl der Treuhandverwaltung unterstellt und aus formalen Gründen in die beiden Gesellschaften Simson Fahrzeug GmbH sowie Jagd- und Sportwaffen GmbH in Privateigentum überführt.[15] In dieser Zeit brach der Exportmarkt für Simson infolge der politischen Veränderungen schlagartig zusammen. Auch die Nachfrage im Inland ging stark zurück. Die meisten der 4000 Mitarbeiter wurden entlassen und die Produktion verringerte sich auf nur noch 5000 Kleinkrafträder im Jahr 1991. Im März des Jahres wurde die Liquidierung des Unternehmens durch den Vorstand der Treuhandanstalt eingeleitet, die Produktion kam zum 31. Dezember 1991 zum Erliegen.[16]

Besondere Marktsituation nach 1990

Simson stand in den 1990er Jahren einer ungewöhnlichen und schwierigen Marktsituation gegenüber. Die Nachfrage nach Klein- und Leichtkrafträdern war generell stark gesunken. Viele, die bis dahin das Moped zum alltäglichen Gebrauch nutzten, waren auf den nun leichter verfügbaren PKW umgestiegen. Westdeutsche Hersteller wie Hercules, Zündapp und Kreidler hatten ihre Mopedproduktion bereits stark reduziert oder gänzlich eingestellt. Die noch bestehende Nachfrage wurde durch Importfahrzeuge aus Niedriglohnländern abgedeckt. Die größte Konkurrenz für Simson kam allerdings aus eigenem Hause – der Markt wurde von Gebrauchtfahrzeugen aus der DDR überströmt. Das massive Überangebot hatte niedrige Preise zur Folge, viele Simsons wurden einfach verschenkt. Obendrein blieb für diese älteren Fahrzeuge die attraktive 60-km/h-Ausnahmeregelung erhalten, während neue Kleinkrafträder nur noch maximal 50 km/h schnell sein durften. Unter diesen Bedingungen gelang es Simson, eine stabile Produktion wieder aufzubauen. Das weitere Schicksal der Traditionsmarke zeigt, dass es letztlich nicht gelang, sich auf dem Zweiradsektor zu etablieren. Von 1992 bis 2002 wurden insgesamt etwa 47.000 Mofas, Kleinkraft- und Leichtkrafträder verkauft. Zum Vergleich: in den 1980er Jahren betrug der Jahresausstoß bei Simson knapp 200.000 Fahrzeuge.

Gründung der Suhler Fahrzeugwerk GmbH und neue Modellbezeichnungen

Ende 1991 schlossen sich einige der ehemaligen Mitarbeiter zur „Suhler Fahrzeugwerk GmbH“ zusammen und nahmen Anfang 1992 die Fertigung wieder auf. Dabei konnte auf die Produktionsanlagen, das umfangreiche Know-how und technische Unterlagen zurückgegriffen werden. Die meisten Zuliefererbetriebe waren zugrunde gegangen, sodass es auf neue Kontakte ankam.

Zunächst wurde die Produktion der bekannten Typen mit leichten Modifikationen fortgesetzt. Unter anderem entfiel die beliebte 60-km/h-Ausführung, weil die betreffende DDR-Regelung, dass Kleinkrafträder bis zu 60 km/h fahren dürfen, nicht in bundesdeutsches Recht übernommen worden war. Dennoch gelang es, in kleinem Maßstab eine stabile Produktion aufzubauen. Mit optischen Modifikationen, technischen Extras und griechischen Buchstaben als Modellbezeichnung gelang es ab 1993, die neuen Simsons deutlicher von der Masse der Gebrauchtfahrzeuge abzuheben und moderner erscheinen zu lassen. Die Neuerungen brachten jedoch erhöhte Kosten mit sich, weshalb die Modellpolitik der alpha-, beta- und gamma-Serie nur wenige Jahre lang verfolgt werden konnte.

In diesem Zeitabschnitt gab es einige Innovationen bei Simson. 1992 wurde ein Lastendreirad Typ SD 50 in die Fertigung aufgenommen, das eine Marktnische ausfüllen sollte. Ebenfalls innovativ war der Kleinroller gamma E mit Elektromotor. Infolge großer Produktionskosten und nicht ausgereifter Akku-Technik wurde dessen Fertigung nach kurzer Zeit wieder eingestellt.

Ab 1993 bis 1996 wurde zudem der Hotzenblitz durch die Hotzenblitz Thüringen Mobile GmbH in den Fertigungshallen der Suhler Fahrzeugwerk GmbH produziert.[17]

Produktvielfalt und Niedergang von Simson (1996–2003)

Das Jahr 1996 markierte einen Wendepunkt für Simson. Die Modellpalette wurde erheblich ausgeweitet und diverse Neuentwicklungen in Serie übergeführt. Die Bezeichnung in griechischen Buchstaben wurde aufgegeben, stattdessen wurden die bereits zu DDR-Zeiten verwendeten Vogelnamen aufgegriffen. Neben diversen aufgewerteten Fahrzeugen wurden auch wieder die einfachen Grundausstattungen der in der DDR entwickelten Typen S53 und SR50/1 zu relativ niedrigen Preisen angeboten. Am anderen Ende der Skala kamen ein moderner Scooter mit stufenlosem Automatikgetriebe, sportliche Mokicks mit Zentralfederbein und andere Typen ins Angebot. 1998 stieg man mit einer Motorrad-Neuentwicklung in die 125er Klasse ein.

Die neu entwickelten Fahrzeuge verkauften sich nur schleppend. Sie wiesen diverse konstruktive Schwächen auf und waren den alten ausgereiften DDR-Baumustern nicht ebenbürtig. Auch die Entwicklung und Markteinführung des Motorrades Simson Schikra gestaltete sich kostenintensiv und fehlerbehaftet. Unverständlich erscheint es auch, dass keine Anstrengungen zur Erschließung von Exportmärkten unternommen wurden. Die Suhler Zweirad GmbH, die 1997/98 schrittweise die bisherige Suhler Fahrzeugwerk GmbH übernommen hatte, musste im Januar 2000 Insolvenz anmelden. Auch politisch motivierte Unterstützung durch das Land Thüringen in Form der TIB (Thüringer Industrie Beteiligungsgesellschaft) konnte das Scheitern nicht verhindern.

Ein neuer Investor, der Engineering-Dienstleister KONTEC, setzte die Produktion ab Juni 2000 mit nochmals stark reduzierter Mitarbeiterzahl unter dem Namen SIMSON MOTORRAD GmbH & Co KG fort.[18] Innovationen bei den 125er Motorrädern und später auch den Kleinkrafträdern sollten dem Unternehmen zu neuem Erfolg verhelfen. Zahlreiche, teilweise virtuose Entwürfe wie Simson Insect, Schwalbe II, das Kick-Board Raven und ein Superbike „Simson Hyper-Bike“ zeugen von großen Vorhaben des damaligen Investors. So ambitioniert die Entwürfe auch erscheinen mögen – sie lassen eine eklatante Fehleinschätzung der realen Marktlage und der Möglichkeiten am Produktionsstandort in Suhl erkennen. Die Nachfrage nach einfachen, robusten Kleinkrafträdern wurde verkannt. 95 % der seit 1992 verkauften Fahrzeuge waren auf den DDR-Baumustern S53 und SR50/1 basierende Modelle. Fehler in der Geschäftsführung führten außerdem zu ständigen Lieferschwierigkeiten. Das Image der Traditionsmarke wurde zusätzlich durch den Vertrieb von billigen Importfahrzeugen unter dem Namen Simson stark beeinträchtigt. Im Juni 2002 musste Simson erneut Insolvenz anmelden. Am 30. September wurde die Fahrzeugproduktion endgültig eingestellt.[19] Weil sich kein neuer Investor fand, kam es am 1. Februar 2003 zur Zwangsversteigerung des gesamten Betriebsvermögens inklusive der Produktionsanlagen.

Parallel dazu wurde am 1. Juli 1996 gemäß § 2 Abs. 3 TreuhLÜV die Liquidation der Suhler Fahrzeugwerk GmbH wieder aufgehoben[20] und mit völlig neuer Struktur als Simson Gewerbepark GmbH gegründet. Später erfolgte eine Umbenennung in TLG Gewerbepark Simson GmbH. Dieses Unternehmen, eine Tochtergesellschaft der TLG Immobilien GmbH, existiert bis heute (Stand 2016), unterhält die Immobilien der ehemaligen Produktionsstätten und verwaltet die Markenrechte.

Ab 2003

Die seit 1993 bestehende MZA (Meyer-Zweiradtechnik-Ahnatal) GmbH erwarb zur Zwangsvollstreckung im Februar 2003 den Großteil der Vermögenswerte, wie die Waren- und Lagerbestände, Produktionsvorrichtungen sowie Zeichnungs- und Urheberrechte von Simson. Weiterhin wurde eine Vereinbarung über die Nutzung des Markennamens Simson mit der TLG Gewerbepark Simson GmbH geschlossen. Im Unterschied zu allen vorhergehenden Simson-Unternehmen produziert MZA keine Neufahrzeuge. Das Unternehmen produziert am Standort Suhl Ersatzteile für fast alle bisher gebauten Simson-Modelle sowie seit 2009 neue Motoren vom Typ M541 (50 cm³) und M741 (70 cm³). Die Produkte von MZA können vom Endverbraucher über Händler oder nach Onlinebestellung in sogenannten Abholshops bezogen werden.

Moped und Kleinroller TYP

Kleinroller KR50 Schwalbe SR50/80
Moped SR1 SR2 Spatz SL1
Kleinkraftrad Star S50 S51 S53

Aus WIKIPEDIA – Der Text ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar

Was ist ein Versicherungsvermittler?

Versicherungsvermittler – Definition

Das Gewerbe der Versicherungsvermittlung ist seit 22. Mai 2007 erlaubnispflichtig (§ 34d GewO). Die Zulassung und Aufsicht erfolgt deutschlandweit durch die Industrie- und Handelskammern. Die für den Vermittler zuständige IHK erteilt die Erlaubnis, falls bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind.

Des Weiteren wurde beim DIHK ein Vermittlerregister eingerichtet (www.vermittlerregister.info), in das jeder Vermittler eingetragen werden muss. Der Antrag auf Eintragung muss bei der für den Vermittler zuständigen IHK gestellt werden. Die Eintragung erfolgt nur, wenn der Vermittler eine Erlaubnis nach § 34d GewO hat oder hiervon befreit ist. Sowohl die Erlaubnis als auch die Eintragung ins Register sind grundsätzlich ab 22. Mai 2007 erforderlich; jedoch bestand für Vermittler, die bereits vor dem 1. Januar 2007 tätig waren, eine Übergangsfrist bis 31. Dezember 2008.

Es stellt weiter eine Ordnungswidrigkeit dar, ohne die erforderliche Erlaubnis vermittelnd tätig zu sein.

Zulassungsvoraussetzungen

Voraussetzung ist eine Gewerbeanmeldung https://www.service-bw.de/leistung/-/sbw/Gewerbe+anmelden-496-leistung-0 und besondere Gewerbeerlaubnis. Ein Versicherungsvermittler muss dazu bestimmte Anforderungen erfüllen. Er muss

  1. persönlich zuverlässig sein
  2. in geordneten Vermögensverhältnissen leben
  3. eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung nachweisen und
  4. Sachkunde nachweisen.

Zuverlässigkeit

Er darf in den letzten 5 Jahren vor Antragstellung nicht einschlägig strafrechtlich verurteilt worden sein.

Geordnete Vermögensverhältnisse

Des Weiteren müssen seine finanziellen Verhältnisse geordnet sein, was in der Regel der Fall ist, wenn über sein Vermögen kein Insolvenzverfahren eröffnet oder mangels Masse abgewiesen wurde und er nicht die eidesstattliche Versicherung bei dem für ihn zuständigen Amtsgericht – Vollstreckungsgericht – abgegeben hat.

Haftpflichtversicherung

Er muss weiterhin nachweisen, über eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung mit einem bestimmten Mindest-Deckungsumfang zu verfügen.

Sachkunde

Schließlich ist der Nachweis der erforderlichen Sachkunde erforderlich. Die Sachkunde kann auf verschiedene Weisen nachgewiesen werden, insbesondere durch

Über die erforderliche Sachkunde verfügt auch, wer schon vor dem 1. September 2000 im Bereich der Versicherungsvermittlung oder -beratung tätig war und dies bis zur Antragstellung ununterbrochen ist („Alte-Hasen-Regelung“). Detaillierte Bestimmungen dazu finden sich in der Versicherungsvermittlungsverordnung, die ebenfalls am 22. Mai 2007 in Kraft getreten ist.

Vermittlertypen

In den nachfolgenden Abschnitten werden für beide Vermittlertypen (Makler und Vertreter) die unterschiedlichen Anforderungen hinsichtlich der Beratung dargestellt. Diese Anforderungen wurden durch das seit 22. Mai 2007 geltende neue Vermittlerrecht in weiten Bereichen kodifiziert und sind ab Inkrafttreten des Gesetzes am 22. Mai 2007 zu erfüllen.

Der Vertreter schließt seinen Vertrag mit dem Versicherer und erhält von diesem für vermitteltes Geschäft eine Provision. (Bei der wgv zahlen Sie immer den gleichen Beitrag, egal ob Sie einen Vertrag über einen Vermittler, direkt online, ein Vergleichsportal oder die Hauptverwaltung abschließen. Mehr Information http://vermittler.wgv.de/halt-helmut/ Währenddessen schließt der Makler seinen Vertrag mit dem Kunden. Er erhält ebenfalls für vermitteltes Geschäft eine Provision vom Versicherungsunternehmen. Diese wird auch Courtage genannt.

Im Rahmen der Umsetzung der EU-Vermittlerrichtlinie https://www.versicherung-in.de/themen/eu-vermittlerrichtlinie/wurden mit Wirkung vom 22. Mai 2007 in der Bundesrepublik Deutschland u. a. in die Gewerbeordnung (GewO) sowie in das Versicherungsvertragsgesetz (VVG) s.https://dejure.org/gesetze/VVG neue Vorschriften eingefügt, die eine klare Definition für die Vermittlertypen bringen. Im VVG wird nunmehr der Versicherungsvermittler unterschieden in Versicherungsvertreter und Versicherungsmakler.

Der Vermittler hat dem Kunden beim ersten Geschäftskontakt eine sog. Erstinformation in Textform zu übergeben, aus der sich

ergeben.
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Mofakennzeichen nur 36,57€ bei der günstigen wgv

Mofa-Moped-Rollerfahrer aufgepasst!

Sie gehören auch zu den überzeugten Rollerfahrern? Da hat man’s wahrlich nicht immer leicht. Auf dem Mofa oder Moped geht’s einem auch nicht besser, wenn bergauf die grimmigen Autofahrer im Nacken hängen. Nur, weil sie ein paar mehr PS haben. Und jetzt bei gefühlten Minus 50 Grad und Schneeglätte ist das Rundum-Cabrio-Fahren auch nicht immer ‚so a Gaudi’. Die gute Nachricht: In punkto Versicherung schlagen die Kleinen die Großen. Denn sich zu versichern, ist für die motorisierten Zweiräder viel unkomplizierter und günstiger! Bald ist das Versicherungsjahr für Roller, Mofas und Mopeds übrigens schon wieder vorbei. Und für die neue Saison ab dem 1. März gibt es ein neues schickes Versicherungszeichen. Farbe? Na klar: grün. Sie verstehen nur Bahnhof? Hier einige Hardfacts rund um die Zweiradversicherung.

Versicherungskennzeichen. Was ist das? Es dient symbolisch als Nachweis für eine gültige Haftpflichtversicherung. Trotzdem muss immer auch die Versicherungsbescheinigung mitgeführt werden. Denn diese gibt zusätzlich Auskunft darüber, auf wen das Fahrzeug zugelassen ist, wann das Kennzeichen ausgestellt wurde und vor allem welches Mofa oder Moped tatsächlich versichert ist.

Für wen gilt es? Es betrifft zwei Fahrzeugtypen: Das eine sind die mit Hilfsmotor, also Mofas. Und die anderen sind Kleinkrafträder wie Mopeds, Mokicks und auch Roller. Für alle gilt der Grenzwert von max. 50 Kubikmeter Hubraum und einer Höchstgeschwindigkeit von 45 Kilometern die Stunde. Es gibt natürlich auch Ausnahmen. Haben Sie Ihr Knatterchen bereits vor dem 31. Dezember 2001 erstmalig angemeldet, dürfen Sie bis 50 auf den Tacho bringen. Für die Oldtimer, die bereits vor dem 29. Februar 1992 zugelassen wurden, sind ganze 60 Stundenkilometer Höchstgeschwindigkeit drin. Zumindest für Fahrzeuge gemäß der Bestimmungen in der ehemaligen DDR. Grundsätzlich alles viel stressfreier als bei Ihrem Auto. Sie müssen mit Ihrem Fahrzeug vor der ersten Sause noch nicht einmal zur Zulassungsstelle – und ein Kennzeichen anfertigen lassen brauchen Sie auch nicht. Das können Sie sich ganz gemütlich direkt von der wgv zuschicken lassen. Das gilt dann allerdings immer nur für ein Jahr. Mofas, Mopeds und Roller zählen ihr Jahr übrigens nicht von Januar bis Dezember, sondern von März bis Ende Februar. Das neue Versicherungszeichen muss also jeweils immer zum 1. März gewechselt sein.

Sie können es bei  wgv Vermittler Helmut Halt bestellen. Telefon 0711 317667 oder online
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Und warum fällt immer sofort auf, dass man noch mit altem Kennzeichen unterwegs ist? Das hat sich die Obrigkeit clever überlegt. Die Farbe des Blechs wechselt jedes Jahr zwischen Schwarz, Blau und Grün. Bis zum 29. Februar sind die kleinen Flitzer noch trostlos in blau unterwegs. Danach wird’s grün– unsere Lieblingsfarbe. Aber zurück zum Thema: wer mit abgelaufenem Versicherungskennzeichen unterwegs ist, fällt in etwa so auf wie ein Elefant in einer Beuteltierherde. Und begeht eine Straftat. Sparen Sie sich das Juristendeutsch. Die Konsequenz ist einfach: ist Fahrlässigkeit oder gar vorsätzliche Handlung nachgewiesen, droht sogar eine Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten oder im letzteren Fall die Beschlagnahme Ihres Mofas, Mopeds oder Rollers. Um eine Geldstrafe und Punkte in Flensburg kommen Sie aber auf keinen Fall herum. Also aufgepasst! Die Polizisten haben Anfang März Mofas und Co. besonders im Visier.

Liebe Mofa- Moped-, und Rollerfahrer: die ersten Fragen sind geklärt.   Sprechen Sie direkt mit uns –  Ihr wgv Berater Helmut Halt Telefon 0711 317667

eVB Nummer der wgv – der schnelle Weg – Telefon: 0711 317667

Die eVB-Nummer (elektronische Versicherungsbestätigungsnummer) – früher Doppelkarte – einfach anfordern: Telefon 0711 317667

eVB Nummer der wgv – der schnelle Weg – Telefon: 0711 317667

Fahrzeugzulassung mit der elektronischen Versicherungsbestätigung (eVB-Nummer) Seit etwa 11 Jahren gibt es die elektronische Versicherungsbestätigungsnummer – kurz: eVB -Nummer– in Deutschland. Sie löste die bis dahin gültige Versicherungsbestätigungskarte, die „Doppelkarte“ ab.

eVB-Nummer

Die eVB-Nummer besteht aus sieben Zeichen, die jeweils mit Ziffern oder Großbuchstaben dargestellt werden. Die Buchstaben I und O werden nicht verwendet. Das soll Verwechslungen mit den Ziffern 0 und 1 vermeiden. Die ersten beiden Zeichen kennzeichnen das ausstellende Versicherungsunternehmen.

Ziel der Einführung des neuen Verfahrens war, den bürokratischen Aufwand bei der Zulassung eines Fahrzeugs, insbesondere im Hinblick auf den Nachweis einer bestehenden Versicherung, zu verringern. Für den Verbraucher ändert sich diesbezüglich allerdings nicht viel, er erhält lediglich an Stelle der früher üblichen, gedruckten Versicherungsbestätigungskarte einen siebenstelligen Zahlen- und Buchstabencode, die sog. evb-Nummer. In der Regel wird dieser heutzutage von den Versicherern schnell und einfach per E-Mail oder SMS versandt. So ist es möglich, direkt nach Eingang des Versicherungsantrags beim Versicherer über den Nachweis einer vorläufigen Deckung zu verfügen und somit das Fahrzeug sofort für den Straßenverkehr zuzulassen. In den meisten Fällen ist dies innerhalb eines Werktags möglich. So gehen Sie vor, um Ihre persönliche eVB-Nummer zu erhalten  . Bei der wgv wird der eVB-Code telefonisch mitgeteilt und nach kurzer Zeit automatisch per E-Mail oder Post zugesandt. Den eVB-Code müssen Sie sich lediglich notieren und diese Notiz anschließend zur Zulassungsstelle mitnehmen. Es reicht also aus, dort den Code zu nennen, so dass der Mitarbeiter der Zulassungsstelle diesen in das Computersystem aufnehmen kann. Ein spezielles Dokument der Versicherung zum Nachweis der vorläufigen Deckung muss heutzutage nicht mehr vorgelegt werden.

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Geschichte der wgv Versicherungen

WGV-Versicherungen

Die Württembergische Gemeinde-Versicherung a. G., besser bekannt unter den Sammelbegriff WGV-Versicherungen, ist ein aus mehreren Versicherungsgesellschaften bestehender Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (a. G.). Sie ist dabei ein Kommunalversicherer und Spezialversicherer. Sie richtet sich an Städte, Gemeinden und Landkreise sowie die beiden großen christlichen Kirchen und zahlreiche soziale Einrichtungen, die öffentlichen Sparkassen, kommunale Versorgungsbetriebe, Krankenhäuser und Zweckverbände. Sie ist für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst in ihrem begrenzten Geschäftsgebiet des früheren Landes Württemberg-Hohenzollern tätig.

Die Tochtergesellschaft WGV-Versicherung AG bietet Privatpersonen in Deutschland Kfz-Haftpflicht-Hausrat-Wohngebäude-Rechtschutz-Unfall- und Krankenzusatz-Versicherungen an.

Lebens-Berufsunfähigkeits- und Rentenversicherung bietet die 1989 gegründete WGV-Lebensversicherung AG.

Geschichte

Die deutschen Reparationen nach dem Ersten Weltkrieg veranlassten zahlreiche Versicherungen, die bestehenden Haftpflichtverträge der Städten und Gemeinden zu kündigen, um Neuabschlüsse zu höheren Beträgen zu ermöglichen. Daher reichte der Gemeinderat der Stadt Nürtingen Anfang 1921 einen Antrag beim Württembergischen Städtetag ein, in dem ein Zusammenschluss der Städte und Gemeinden zur Gründung einer eigenen Haftpflichtversicherung gefordert wurde. Unter der Leitung seines Geschäftsführers Gottlieb Frank gründete der Württembergische Städtetag daraufhin am 13. April 1921 im kleinen Sitzungssaal des Stuttgarter Rathauses den Württembergischen Gemeinde-Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit. Zu den Gründungsmitgliedern zählten die Oberbürgermeister und Schultheißen der Städte AalenGeislingen an der SteigeGöppingenHeidenheim an der BrenzHeilbronnLudwigsburgMühlackerReutlingenSaulgau und Ulm, zum Vereinsvorstand wurde der Geschäftsführer des Städtetages ernannt. Am 1. Mai 1921 wurde der Geschäftsbetrieb aufgenommen und Haftpflichtversicherungsverträge kommunalen sowie kirchlichen Verbänden und Einrichtungen angeboten. Ab Oktober 1921 wurde zusätzlich eine Versicherung gegen Einbruchdiebstahl, Feuer und Veruntreuung in das Angebot aufgenommen, so dass bis 1922 mehr als 1700 Versicherungsverträge abgeschlossen werden konnten. Auf Privatkunden wurde das Versicherungsangebot 1925 ausgedehnt.

1927 verlegte der Verein seinen Sitz aus dem Rathaus in die Etzelstraße 27, 1954 zog er in die Panoramastraße 31 um, und 1976 erfolgte die Eröffnung des heutigen Geschäftssitzes am Österreichischen Platz in Stuttgart.

Primär ist die WGV als Direktversicherer ohne hauptberuflichen Außendienst aktiv. Kundenkontakt erfolgt über den Postweg, das Telefon und das Internet. Neben der Direktion in Stuttgart gab es ab 1988 eine Filiale in Ravensburg. Diese zog 1998 in das Service- und Schadenzentrum Bodensee-Oberschwaben um. Später wurden weitere Servicezentren in Ulm (2003), Augsburg (2004), Dresden (2006), Leipzig(2006), Frankfurt am Main (2007), Nürnberg (2007), München (2007), Düsseldorf (2008), Essen (2008) und Köln (2008) eröffnet. 2008/2009 wurde das Servicezentrum in Stuttgart neu eröffnet. Unterstützt wird der Direktvertrieb in Württemberg und in Bayerisch-Schwaben durch überwiegend nebenberuflich tätige Vermittler.

Von den 960 Mitarbeitern der WGV-Versicherungsgruppe wurden 2017 mehr als 4,5 Millionen Verträge verwaltet.

Württembergische Gemeinde-Versicherung
RechtsformVersicherungsverein auf Gegenseitigkeit
Gründung13. April 1921
SitzStuttgartDeutschland
LeitungKlaus Brachmann (Vorstandsvorsitzender)
Mitarbeiterzahl964 (2016)[1]
Umsatz657 Mio. EUR (2016)[1]
BrancheVersicherung
Websitewww.wgv.de

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Information zu Moped

Das Moped (Lehnwort aus dem Schwedischen, ein Kofferwort aus den schwedischen Wörtern motor und pedaler) wurde am 23. Januar 1953 vom Verband der Fahrrad- und Motorrad-Industrie (VFM) festgelegt, nachdem das Wort bei einem Preisausschreiben gesucht wurde.[ Das kleine Motorfahrrad, ein- oder zweisitzig, auf 50 cm³ Hubraum begrenzt, sollte mit Pedalen zum Starten des Motors und mit Rücktrittbremse ausgestattet sein.

Nach der EG-Fahrzeugklasse wird das Moped heute in die Rubrik der Kleinkrafträder eingeordnet, fahrerlaubnisrechtlich ist die Führerscheinklasse AM erforderlich. Mopeds sind in Deutschland zulassungsfrei und benötigen für den Betrieb auf öffentlichen Straßen eine Betriebserlaubnis und ein Versicherungskennzeichen.[ Der Begriff Moped („Mopped“) wird seit Längerem scherzhaft auch für leistungsstarke Motorräder verwendet.

Moped in Deutschland

In den ersten Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg bestand ein großer Bedarf an Fahrzeugen des Individualverkehrs. In größerem Umfang wurden zuerst Fahrräder produziert. Da ein Motorrad oder gar PKW zu dieser Zeit unerschwinglich war, dienten zur Massenmotorisierung zunächst Motorfahrräder mit mehr als 50 cm³ Hubraum, sowie Anbaumotoren für normale Fahrräder. Ein Fortschritt war der Einbau kleiner Motoren in fahrradähnliche Fahrzeuge, die konstruktiv auf die Motorisierung angepasst waren. Solche später als Moped bezeichneten Zweiräder wurden in Deutschland erstmals ab 1951 von den Rex-Motorenwerken gebaut. Etwa zur gleichen Zeit brachte Kreidler mit der K 50 ebenfalls ein derartiges Fahrzeug heraus. Eine sprunghafte Verbreitung solcher Zweiräder trat 1953 ein. Einerseits hatte der Gesetzgeber in einer Neuregelung der StVZO ab 1. Januar 1953 die fahrerlaubnisfreie Klasse der Fahrräder mit Hilfsmotor definiert. Anderseits brachte ILO Anfang 1953 einen Anbaumotor FP 50 heraus, der in großem Umfang geliefert, von Fahrradherstellern eingekauft und zur kurzfristigen Entwicklung eigener Mopeds genutzt werden konnte. Auf ILO geht auch der Begriff Moped zurück, der bereits in Schweden gebräuchlich war und in einem vom ILO-Werk veranlassten Preisausschreiben auf der IFMA 1953 gefunden wurde. Der Begriff sollte eine verkaufsfördernde Abgrenzung von normalen Fahrrädern mit Anbaumotor ermögenlichen, was auch gelang. Andere Kleinmotorenhersteller wie Mota, Victoria, Sachs, Lutz, Heinkel und NSU griffen den neuen Moped-Trend schnell auf. So verbreiteten sich Mopeds im Rahmen der führerscheinfreien Klasse binnen kürzester Zeit. Bereits Anfang 1954 produzierten in Westdeutschland 26 Firmen 44 Moped-Typen.[

Der tragende rechtliche Rahmen – die Klasse der Fahrräder mit Hilfsmotor – war jedoch auf Fahrzeuge mit einem Leergewicht von maximal 33 kg begrenzt, sodass die seit 1951 produzierte Kreidler K 50 mit 45 kg Leermasse aus dieser Klasse herausfiel. Am 24. August 1953 schuf der Gesetzgeber daher ergänzend die Klasse der fahrerlaubnispflichtigen Kleinkrafträder, in die auch Mopeds wie die Kreidler K 50 eingestuft wurden; die Reform ging später als „Lex Kreidler“ in die Verkehrsgeschichte ein.[ Damit war der weitere Weg der Mopeds zu schwereren und leistungsstärkeren Fahrzeugen hin geebnet.

In der DDR begann die Fertigung von Mopeds im Jahre 1955 mit einem einzigen Modell Simson SR1, das jedoch in sehr großen Stückzahlen produziert wurde.

Eines der ersten Mopeds, das mit motorradtypischem Knieschluss gefahren werden konnte, war 1955 die Mars Monza. Eine Sitzbank für die Beförderung von zwei Personen gab es erstmals 1957 bei Victoria an der Vicky L, Kreidler mit der Florett (1958) und Dürkopps Dianette (1959) zogen nach.

Anfang der 1960er-Jahre ging die Entwicklung der Kleinkrafträder in zwei Richtungen. Einmal das klassische Moped mit Tretkurbel und zum anderen das Mokick, das Fußrasten und Kickstarter hatte. 1965 wurde aus dem auch zweisitzigen Moped das einsitzige und fahrerlaubnisfreie Mofa entwickelt. Anfang der 1980er Jahre, auch durch die Führerscheinreform, wurde das Moped vom Kleinkraftrad (Mokick) nahezu völlig vom Markt verdrängt.[

Technik

Mopeds besitzen meist einen ZweitaktVerbrennungsmotor, der über ein Getriebe und eine Kette das Hinterrad antreibt. Das Getriebe hat zwei, seltener auch drei Gänge.

Beim Moped dienen Pedale zum Starten des Motors, zum Bremsen (Rücktrittbremse) und als Fußstützen während der Fahrt. Sie können aber auch zum Treten gebraucht werden, wenn beispielsweise der Motor defekt oder der Kraftstoff aufgebraucht ist. Zuweilen kommen die Pedale an Steigungen zum Einsatz, um die Leistung des Motors durch Muskelkraft zu ergänzen.

aus Wikipedia