Bei rot über die Ampel kann teuer werden

Verzicht auf die Einrede grober Fahrlässigkeit sollte der Autoversicherungsvertrag enthalten

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Autounfall

Im Straßenverkehr reicht eine Sekunde der Unachtsamkeit und schon hat man dem Vordermann einen kleinen Stups gegeben, hängt mit dem Auto im Straßengraben oder übersieht das warnende Rot der Ampel und verursacht einen Unfall. Da Versicherungen, insbesondere im Rahmen der Vollkaskopolice, nur äußerst ungern zahlen, prüfen sie jeden dieser Vorfälle. Sollte sich dabei herausstellen, dass der Kunde grob fahrlässig gehandelt hat, droht Ärger bis hin zum Gerichtsverfahren. Um diesen Rattenschwanz an Problemen zu umgehen, bietet sich ein Vertrag mit „Verzicht auf die Einrede grober Fahrlässigkeit“ an.

Einst: das Alles-oder-Nichts-Prinzip

Doch was bedeutet dieser Verzicht überhaupt und was bringt er? Um diese Frage zu beantworten, muss man ein wenig zurückblicken. Bis vor einigen Jahren galt bei Vollkaskoschäden das Alles-oder-Nichts-Prinzip. Konnte die Assekuranz dem Versicherten grobe Fahrlässigkeit nachweisen und stand das Gericht aufseiten des Unternehmens, gab es für den Betroffenen keinen Pfennig, weil für die Kfz-Versicherung keine Leistungspflicht mehr bestand. Diese Vorgehensweise wurde zugunsten der Kunden geändert. Inzwischen wird quotiert. Das heißt: Die Versicherung übernimmt nur einen Teil der Kosten. Der Rest geht zulasten des Kunden.

Heute: Quotierung

Wie genau diese Quotierung aussieht, ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Der Deutsche Verkehrsgerichtstag hat zwar einige Vorschläge unterbreitet. Letztlich kommt es aber immer auf den Einzelfall an. In den Gerichtsurteilen, bei denen bereits quotiert wurde, mussten die Assekuranzen bei einem Rot-Verstoß zum Beispiel nur 50 Prozent der Kosten tragen. Das sind immerhin 50 Prozent mehr als nach dem alten System. Trotzdem wird es für Versicherte bei grober Fahrlässigkeit relativ teuer, vor allem, wenn es sich um einen Totalschaden handelt.

Kundenfreundliche Lösung

Durch den Verzicht auf die Einrede der groben Fahrlässigkeit zahlt die Kfz-Versicherung immer in voller Höhe, ob der Kunde nun durch das Lesen einer SMS abgelenkt wurde oder weil er sich nach einem Schokoriegel gebückt hat. Da sich niemand davon freisprechen kann, mal kurz nicht aufzupassen, ist die Klausel ideal und äußerst kundenfreundlich. Die Vereinbarung, die inzwischen bei vielen Vollkaskopolicen zum Standard gehört – einen Überblick kann man sich mittels eines Kfz-Versicherungsvergleichs verschaffen –, ist allerdings kein Freibrief. Sich alkoholisiert oder unter Drogeneinfluss ans Steuer zu setzen, ist nicht grob fahrlässig, sondern schlichtweg dumm. Auch wenn man den Schlüssel stecken oder für jedermann zugänglich liegen lässt, greift der Verzicht auf die Einrede grober Fahrlässigkeit nicht. aus Kfz-Versicherungsvergleich.de

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Ein Autounfall – was tun?

Ein Ratgeber Ihrer wgv Kraftfahrzeugversicherung

Verhalten an der Unfallstelle.

Nach einem Unfall sollten Sie Ruhe und Übersicht bewahren, um einen größeren Schaden zu verhüten.

1. Sichern Sie sofort die Unfallstelle. Bei geringfügigen Schäden müssen Sie darauf achten, dass der Verkehrsfluss nicht beeinträchtigt wird. Blockieren Sie also beispielsweise wegen eines zerbrochenen Scheinwerferglases keine Kreuzung, sondern fahren Sie an den Straßenrand. Markieren Sie unter Umständen die Unfallstelle und fotografieren Sie eventuell die Fahrzeugposition.

2. Versorgen Sie Verletzte, benachrichtigen Sie Arzt oder Krankenwagen.

3. Entstand ein großer Sachschaden oder wurde eine Person verletzt, rufen Sie die Polizei an die Unfallstelle. Achten Sie darauf, dass die Position der Fahrzeuge nicht verändert wird.

Haben Sie dies alles veranlasst, sollten Sie die für eine reibungslose und schnelle Schadenregulierung durch den Autoversicherer wichtigen Daten aufnehmen. Denn vollständige Angaben ersparen Rückfragen. Sie kommen dann schneller zu Ihrem Geld.

Notieren Sie bitte.

1. Amtliches Kennzeichen. Namen und Adressen der beteiligten Fahrer. Lassen Sie sich Ausweispapiere zeigen.

2. Versicherungsgesellschaft und Nummer des Versicherungsscheins; verlangen Sie Unterlagen.

3. Ort und Zeit des Unfalls.

4. Namen und Anschriften von Unfallzeugen.

5. Zeichnen Sie eine Unfallskizze. Fotografieren Sie nach Möglichkeit die Unfallstelle von verschiedenen Standpunkten aus.

6. Fertigen Sie ein Unfallprotokoll, das sowohl vom Schädiger als auch vom Geschädigten unterschrieben wird. Schildern Sie den Unfallhergang; überlassen Sie aber die rechtliche Beurteilung der Versicherungsgesellschaft.

7. Ist das gegnerische Fahrzeug im Ausland zugelassen, so fragen Sie nach der grünen Versicherungskarte. Für Fahrzeuge aus der EU und einigen anderen Ländern muss sie allerdings nicht mehr mitgeführt werden.

Die Schadenmeldung.

Nach einem Unfall kann der Autofahrer den Schadenersatz direkt von der Autohaftpflichtversicherung des Unfallschuldigen verlangen, er ist also nicht darauf angewiesen, zu warten, bis der Verursacher den Schaden meldet.

1. Setzen Sie sich sofort telefonisch oder schriftlich mit der örtlichen Niederlassung der Versicherung in Verbindung. Ist der Wagen nach dem Unfall noch verkehrstüchtig und befindet sich eine Schaden-Schnelldienst-Station der Versicherungsgesellschaft des Schädigers in Ihrer Nähe, so lassen Sie am einfachsten dort den Schadenumfang feststellen.

Sie können aber den Wagen auch zur nächstgelegenen Vertrags- oder Fachwerkstatt bringen bzw. abschleppen lassen. Fordern Sie dann die Versicherung auf, den Unfallschaden umgehend zu begutachten.

Damit Sie die Reparaturkosten nicht bei Abholung des Fahrzeugs aus eigener Tasche vorschießen müssen, verlangen Sie von der Werkstatt oder, falls dort nicht vorhanden, von der Versicherung eine Reparaturkosten-Übernahme-Erklärung. Liegt diese der Werkstatt vor, so rechnet sie direkt mit der Versicherung ab. Sie brauchen dann die Reparaturkosten nicht vorzuschießen.

Wurde bei dem Unfall eine Person nicht nur geringfügig verletzt oder sogar getötet, dann sollten die Angehörigen einen Rechtsanwalt mit der Wahrnehmung der Interessen beauftragen. Die Kosten übernimmt die Haftpflichtversicherung des schuldigen Autofahrers.

2. Ist der Haftpflichtversicherer des Schädigers nicht bekannt, so können Sie diesen bei der VDS Dienstleistungs GmbH erfragen.

Die VDS Dienstleistungs GmbH erreichen sie bundesweit zum Ortstarif unter der Nummer:

Sie können die VDS Dienstleistungs GmbH auch an Wochenenden und Feiertagen erreichen.wgv Oldtimer