Viva la Vida – Viva la Cabrio!

Cabriolet ohne Haube

Was machen Freiluft- und Autoliebhaber am liebsten? Klar: Cabrio fahren. Aber nur, wenn es viel Sonne und Wärme und wenig Kälte und Regen gibt. Noch zirka zehnmal tief Durchatmen und die geliebten Sommerwagen werden wieder aus der Garage gefahren. Grund genug, unseren Blog diese Woche dem Cabrio zu widmen.

Klar. Früher war alles besser. Das ist aus Prinzip immer so. Vor allem Oldtimer-Liebhaber weinen den guten alten Zeiten hinterher, als das schnittige Sportcabrio noch ein seltenes Statussymbol der besonderen Art war. Und die Schönen und Reichen wussten schon damals nur zu gut, was das Beste an einem Cabrio ist: Sehen und gesehen werden. Heute aber lockt so ziemlich jeder Automobilhersteller mit einer „Oben-Ohne-Karosse“. Und bezahlbar sind manche Modelle auch. Was ja auch gut ist, finden wir jedenfalls. Ganze 1,5 Millionen Cabrios düsen jährlich über Deutschlands Straßen und verbreiten Spaß und Freiheitsfeeling.

Und wer hat’s erfunden?

Der Ursprung des Cabrios liegt noch weit hinter dem des Automobils zurück. Das Cabrio – Abkürzung von Cabriolet und zu hochdeutsch „Kabriolett“ – war ursprünglich zwar ein offener Wagen, wurde aber von Pferden gezogen.

Als sich die Ingenieure später am Autoerfinden übten, war das Oben-Ohne-Prinzip eine wahre Herausforderung. Es fehlte dem Gefährt ohne Dach einfach an Stabilität – wie einem Schuhkarton ohne Deckel. Vielleicht war dies auch der Grund, weshalb die ersten Automobile als Kompaktpakete konstruiert wurden. Die Freiluftfans kamen aber schnell auf ihre Kosten: auf Grundlage der Coupés entwarfen die Autobauer Cabriolets, die sich zwar nicht äußerlich, aber wesentlich in ihrer Bauweise von ihren großen Brüdern unterschieden: der Boden war extrem verstärkt worden.

Von da an gab es kein Zurück. Und Legenden wurden quasi im Cabrio geboren: wie etwa James Dean im 1949er Mercury Coupé oder Steve McQueen im Strand-Buggy und schließlich John Travolta im 1948er Ford Deluxe Cabrio in Grease.

Freie Fahrt für den dachlosen Mythos

Sind Sie der Batman- oder James Bond-Typ, gehören aber noch nicht zu den stolzen Cabriobesitzern? Dann tun Sie gut daran, nach den vielen trüben Wintermonaten ihr Sparschwein zu schlachten – und in ein unvergleichliches Frühlingsgefühl zu investieren. Pünktlich zum Frühlingsbeginn bringen die Autobauer neue Cabrio-Modelle. Die günstigste Variante ist der offene Zweisitzer von Smart. Ideal zum Parken. Und reicht auch für Sonnenuntergangsromantik zu zweit.

Mehr Luxus ist auch zu haben. Bei Rolls-Royce zum Beispiel. Da fanden wir das teuerste Modell: für den königlichen Preis von über 200.000 Euro ist der Silver Cloud III zu haben. Mit einem exquisiten Interieur zum Anfassen.

Erst pflegen, dann bewegen

Über Design und Motor lässt sich bekanntlich stundenlang streiten. Ist ja schließlich auch eine Frage des Geschmacks und des eigenen Fahrstils. Aber bei der Pflege sind sich Cabrioliebhaber relativ einig: Nach dem Winterschlaf der geliebten Karosse heißt es erst einmal Saisoncheck.
Hier gilt das Gleiche wie für jedes andere Automobil auch: Hat es mehr als sechs Monate kein Tageslicht mehr gesehen, müssen alle Betriebsflüssigkeiten kontrolliert werden. Dazu gehört die Bremsflüssigkeit. Ein Ölwechsel schadet auch nicht.

Viele wertvolle Tipps rund um den Start in die Freiluftsaison – auch für Oldtimer – hat Carsablanca.de oder die Kfz-Innung.

Extrem empfindlich gegen Kälte ist das Verdeck. Egal ob aus Stoff, Kunststoff oder Aluminium. Jedes braucht besondere Pflege. Zur Not gibt ein Blick in die Bedienungsanleitung Aufschluss. Zwar dürfen mittlerweile einige Cabrios auch durch die Waschanlage fahren. Doch der Automobilclub von Deutschland (AvD) rät zur Handarbeit. Sicher ist sicher. Besonders imprägnierte Verdecke aus Stoff brauchen eine sorgsame Hand und vor allem Pflege ohne Chemie. Da ist schon der Hochdruckreiniger zu viel. Und ist die Imprägnierung einmal weggeschrubbt, sitzen Sie beim nächsten Wolkenbruch buchstäblich im Wasser – trotz Verdeck. Deswegen lieber auf Kernseife und Wasser zurückgreifen. Anschließend gut trocknen lassen, erst dann einklappen. Achtung: sonst besteht Schimmelgefahr!

Oben ohne gut versichert

Richtige Pflege ist das Eine. Für ein luftiges Cabriovergnügen gehört auch die passende  Autoversicherung. Und die läuft beim Cabrio ein wenig anders als beim normalen Pkw. Ganz egal, ob neuer Schlitten oder schicke Retrokarre. Jedenfalls, wenn Sie im Winter aufs Coupé umsteigen und ihr Cabrio währenddessen in der Garage parkt. Dann ist für Sie das Saisonkennzeichen das Richtige. Sie sparen Bares, denn Ihr Cabrio wird nur für einen begrenzten Zeitraum zugelassen. Möglich sind Zeitspannen von mindestens zwei bis maximal elf Monate. Obendrein sparen Sie sich die lästige An- und Abmeldeprozedur auf der Zulassungsstelle.

Das Saisonkennzeichen ist dann aber bindend: Außerhalb der Open-Air-Saison muss das Cabrio in der eigenen Garage oder auf dem Privatgrundstück abgestellt sein. Bewegen strengstens verboten! Weder eine Tour zur Werkstatt noch eine Probefahrt sind erlaubt. Versichert sind Sie auch nicht. Halt! Doch! Es gibt ja noch die gute alte Kaskoversicherung. Mit ihr sind Schäden etwa durch Sturm auch außerhalb der vereinbarten Zeitspanne abgedeckt. Voraussetzung: das Cabrio ist ordnungsgemäß abgestellt.

Mit der Teilkasko sind Sie auch gegen Diebstahl und Einbruch versichert. Zumindest dann, wenn eingebaute Teile wie Warndreieck, Kindersitz oder Autoradio zum Diebesgut gehören. Sogar, wenn Ihr Verdeck geöffnet ist. Lassen Sie allerdings Ihre Gucci-Tasche, Ihr iPhone oder Ihre Cabrio Feeling CD offen liegen, können auch wir von den wgv Versicherungen nicht mehr helfen. Aber: Wer macht denn auch sowas?

In diesem Sinne: Sommer, Sonne, Cabrio! wünscht wgv  Berater Helmut Halt

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Frühlingsaktion fürs Auto

ja, der Frühling! Und beim Autohändler stehen bereits die Telefone nicht mehr still. Einen Termin zum Reifenwechsel bekommen Sie in 3 Wochen – wenn Sie Glück haben. Doch nicht nur die Reifen haben unter dem langen harten Winter gelitten, auch der Autolack wurde attackiert. Die Zeit ist reif für die Frühjahrswäsche.

 

Matsch und Streusalz sind nämlich Gift für edle Oberflächen. Die einzelnen Kristalle wirken auf das Auto wie kleine, scharfkantige Steinchen – besonders vorne und in den Radkästen. Noch viel schlimmer ist Streusplitt. Das Resultat sind kleine kaum sichtbare Mikroschäden, die, wenn man munter weiter über gestreute Straßen fährt, zu irreparablen Schäden führen können. Nackter Stahl wird freigelegt und die stark rostfördernden Salzlösungen können eindringen. Der Experte empfiehlt deshalb nach jeder Attacke durch Salz eine Dusche für die Karosse. Denn auch die teuerste Autolackpflege oder ein serienmäßig eingebauter Steinschlagschutz unter der Frontstoßstange kann den Lack nicht 100% vor Salz oder Streusplitt schützen. Und sind Unterbodenschutz und Lack erst einmal angefressen, ist der Rost kaum noch zu bremsen.

Einmal Waschen, Föhnen, Legen

Wenn Ihr Auto über den Winter hinweg noch keine Waschanlage von innen gesehen hat, sollten Sie das nun schleunigst nachholen. Die Vorreinigung ist dabei übrigens ganz wichtig. Sonst wirkt das Salz beim Schamponieren wie Schmirgelpapier. Hochdruckreiniger oder auch mal ein Schwamm lösen den gröbsten Schmutz. Bei Ersterem gilt die Regel: mindestens 30 Zentimeter Abstand halten. Sonst gibt es Dellen!

Waschanlagen mit Schaumstoff oder Lappen sind effektiver und schonender für den Lack als die üblichen Bürsten. Bei der Auswahl der Anlage sollte darauf geachtet werden, dass diese sauber und gepflegt aussieht. Und darauf, dass nicht zu hoch abkassiert wird. Denn jede 5. Anlage ist zu teuer sagt Auto.de nach einem Vergleich unter 700 Waschanlagen in 2012.

Wenn die Salzkruste weg ist, reicht in der Regel eine normale Basiswäsche für 5 Euro. Ansonsten ist nach dem Winter eine Unterbodenreinigung wichtig. Denn hier sammelt sich das meiste Salz. Aber auch noch in vielen anderen unzugänglichen Ecken. Türschwellen, Gummidichtungen oder Fugen in der Motorhaube oder auch im Kofferraumdeckel usw. Da hilft keine Waschanlage, nur fleißige Handarbeit.

Da haben wir den Salat

Schäden nach der Reinigung tauchen leider immer mal wieder auf. Zum Beispiel kleine Lackkratzer oder Kunststoffrückstände, die das Auto immer noch stumpf und verschmiert aussehen lassen. Alle Schäden müssen vor der Ausfahrt vom Gelände der Waschanlage reklamiert werden. Dann besteht grundsätzlich eine Schadenersatzpflicht des Waschanlagenbetreibers. Dafür hat er eine Unternehmenshaftpflicht. Aber: der Kunde selbst muss ihm beweisen, dass der Schaden vor der Reinigung noch nicht vorhanden war. Schwieriges Unterfangen, gerade wenn die Nutzung der Anlage ausdrücklich auf eigene Gefahr geschieht. Wieder ein Fall, wo eine wgv Rechtsschutzversicherung gut tut.

Apropos: Die Alternative selbst waschen ist leider keine legale. In der Hauseinfahrt oder auf der Straße ist die Autowäsche nämlich grundsätzlich verboten.

Alles im Lack kommt Sidolin vorbei

Spuren im Lack sollten gleich geortet und geflickt werden. Kleine Kratzer lassen sich leicht mit einem Lackstift touchieren. Stifte gibt es beinahe in der jeder Lackierungsfarbe. Danach kurz nachpolieren und mit Hartwachs versiegeln, damit das Wasser abperlen kann.

Glänzt der Lack geht’s an die Scheiben. Diese werden innen im Winter von der Klimaanlage schnell fettig und schlierig. Funktionieren die Scheibenwischer außen nicht mehr, sind vielleicht die Gummilippen dahin. Neue Wischer rät der ACE in diesem Fall für freie Sicht und damit mehr Sicherheit beim Fahren.

Raus mit dem Muff!

Auch im Innenraum hat der Frost und Schnee Spuren hinterlassen. Alles ist feucht und klamm. Das hilft: Viel frische Luft reinlassen und die Fußmatten in der Sonne nach dem Aussaugen trocknen lassen. Ist die Feuchtigkeit im Boden herrscht Schimmelgefahr. Beim Trocknen ist Zeitung oder auch ein Luftentfeuchter hilfreich. Hat Ihr Auto einen Innenraumfilter, gegebenenfalls jetzt zum Frühling austauschen.

Eine Bikinifigur mag Ihr Auto auch. Schließlich bedeuten 100 Kilo weniger Ballast in der Regel 0,3 Liter geringeren Benzinverbrauch auf 100 Kilometer. Also raus mit Schneeketten und Scheibenfrostschutzkanister und runter mit dem Skiträger. Zu guter letzt den Verbandskasten kurz überprüfen. Noch komplett? Passt das Verfallsdatum?

Sauber unter der Haube

Auch unter der Haube muss der Staubwedel mal her. Hier sammelt sich gerade im Herbst und Winter viel Laub und Staub. Der Dampfstrahler ist allerdings nicht die richtige Gerätschaft. Damit setzten Sie die Elektronik schnell unter Wasser. Zur Sicherheit sollten auch Schläuche und Leitungen auf ihre Dichtigkeit geprüft werden. War der Marder da, ist schnell erkennbar, dass Flüssigkeit ausläuft.

Keine Lust auf Checken, Schrubben, Schrauben? Viele Werkstätten bieten den Komplettcheck nach dem Winter an. Reifenwechsel inklusive. Zum Beispiel ATU. Oder Sie fahren zur Tankstelle . Der prüft für Sie Öl, Kühl- und Wischwasser und hilft auch beim Saugen. Schon ausprobiert?

Und wenn Sie dann doch eine neues Auto wollen. Die eVB Nummer für die Zulassung gibts beim wgv Versicherungsbüro Helmut Halt – einfach wgv Hotline 0711 317667 anrufen und bestellen. Mehr Infos im web: eVB-Nummer bestellen