Strassenkampf, Krawall-brennende Autos-wer haftet?

Verwüstete Straßen, Gebäude und Fahrzeuge. Die Bilder
sind uns noch allgegenwärtig und erschrecken uns. Wie sicher sind unsere Städte noch? Und wer kommt für eventuelle Schäden auf?


Es gilt: Wer einem anderen einen Schaden zufügt, muss dafür haften.
Leider ist bei großen Ausschreitungen in den seltensten Fällen der oder die Täter
ausfindig zu machen. Grundsätzlich hängt es auch von der Art der Beschädigung ab.
Im Fall der G20-Krawalle gab es seitens der Politik die Information, dass geprüft
wird, wie Opfer von Gewalt bei der Beseitigung der entstandenen Schäden geholfen
werden kann. Doch was, wenn es Schäden gibt und die Stadt oder die Bundesregierung
nicht eingreifen?
Thematik „Innere Unruhen“:
Die meisten Versicherungsbedingungen sehen vor, dass Schäden durch sogenannte
„Innere Unruhen“ vom Versicherungsschutz ausgeschlossen sind.
Innere Unruhen liegen vor, wenn erhebliche Bevölkerungsteile in einer die öffentliche
Ruhe und Ordnung störenden Weise in Bewegung geraten und Gewalttätigkeiten
gegen Personen und Sachen begehen. Sie stehen in einer engen Beziehung zum
Tatbestand des Landfriedensbruchs (vgl. § 125 StGB). Schäden durch Innere Unruhen
sind in der Mehrzahl der Sachversicherungen bedingungsgemäß ausgeschlossen
(Quelle: versicherungsmagazin.de).
Ob ein bestimmter Krawall bereits als Innere Unruhen bezeichnet werden kann, ist
im Einzelfall zu beurteilen.
Angezündete Fahrzeuge:
Geht z.B. ein Auto in Flammen auf, ist das ein Fall für die Teilkaskoversicherung,
da hier Brand- und Explosion versichert sind. Folgen für den Schadenfreiheitsrabatt
hat dies nicht.
Vandalismus am Fahrzeug:
Wird allerdings das Fahrzeug durch Steinewerfen beschädigt, spricht man von
mut- oder böswilliger Handlung, welche über die Vollkaskoversicherung abgedeckt
ist. Sollte keine Vollkaskoversicherung bestehen, deckt die Teilkaskoversicherung
Glasbruchschäden wie z.B. beschädigte Windschutzscheiben, Außenspiegel oder
Scheinwerfer. Ist nur eine Haftpflichtversicherung vorhanden, leistet diese nur für
Schäden, die der Versicherte selbst verursacht hat.
Schäden an Häusern:
Gebäude- und Hausratversicherung decken in der Regel Brandschäden, egal ob diese
vorsätzlich oder mutwillig entstanden sind. Bei der Gebäudeversicherung muss dafür
allerdings „die Gefahr Feuer“ beinhaltet sein. In der Hausratversicherung ist „die Gefahr
Feuer“ grundsätzlich enthalten.
Als vorbeugende Maßnahme kann man nur empfehlen, Fahrzeuge weiträumig aus den
angekündigten Gefahrenzonen rechtzeitig zu entfernen.
Wenn du Fragen hast rufe einfach wgv Berater Helmut Halt an: 0711317667

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Was isst die Welt zu Weihnachten?Würstchen mit Kartoffelsalat, Raclette, Enten- oder Gänsebraten – die Klassiker der deutschen Weihnachtsküche sind in jedem Haushalt bestens bekannt. – Aber was kommt eigentlich bei anderen Ländern während der Weihnachtsfeiertage auf den Tisch? Sitten und Bräuche sind ohne Frage weltweit unterschiedlich und das Weihnachtsessen ist da keine Ausnahme. Werft selbst einen Blick auf die weltweiten traditionellen Gerichte an Weihnachten: Frankreich: Das Festmahl beginnt mit Austern und Salat, angerichtet mit Räucherlachs. „Dinde aux Marrons“, ein mit Maronen gefüllter Truthahn, folgt als Hauptspeise. Das traditionelle Dessert „Bûche de Noël“ darf in Frankreich nicht fehlen. Dabei handelt sich um einen Buttercreme-Kuchen, der einem Baumstamm ähnelt. Getrocknete Feigen, Rosinen, Nüsse und verschiedene Obstsorten werden dazu serviert. Italien: Am 24. Dezember besteht das Weihnachtsessen der Italiener nur aus Fisch-Gerichten. Am 25. Dezember dürfen traditionell nur Gerichte „alla terra“ (vom Boden) serviert werden, z. B. Wildschwein oder Kalbsbraten. Als Dessert gibt es „Panettone“, eine Mailänder Kuchenspezialität. Norwegen: Rippchen, gepökelte Lammrippe oder Fischgerichte (z. B. Dorsch, Kabeljau) sind typische Weihnachtsgerichte in Norwegen. Zum Nachtisch wird der Weihnachtskuchen „Julekake“ mit Rosinen serviert. Dazu gibt es einen Haferbrei mit einer versteckten Mandel. Wer die Mandel findet, ist der Glückpilz unter der Familie: Der Person wird eine Heirat prophezeit. Slowakei: In der Slowakei wird traditionell saure Pilzsuppe und Karpfen mit Sauerkraut serviert. Als Dessert gibt es süßes Gebäck. Island: Die traditionelle Weihnachtsspezialität ist geräucherter Lachs oder Meerforelle mit Schweinefleisch oder gebratenem Lamm. In der Vorweihnachtszeit werden Ginger Plätzchen und das sehr beliebte „Laufabrauð“, auch Schneeflockenbrot genannt, gebacken. Dies ist ein dünnes Fladenweißbrot, das mit kunstvollen weihnachtlichen Ornamenten verziert wird. Das Dessert besteht aus Milchreis mit einer versteckten Mandel. USA: Das us-amerikanische Weihnachts-Essen unterscheidet sich nicht so sehr vom traditionellen Thanksgiving-Dinner: Ein großer Truthahn mit Beilagen wie Süßkartoffelpürree und Mais. Großbritannien: Hier ist Truthahnbraten, der mit Backpflaumen, Äpfeln und Brot befüllt ist, ein absolutes Muss. Auch der traditionelle „Plumpudding“ und ein Eierpunsch gehören zum Nachtisch dazu. Mexiko: Beim weihnachtlichen Festmahl darf Salat „Ensalada de Noche Buena“ nicht fehlen. Dieser wird in den mexikanischen Nationalfarben grün, weiß und rot angerichtet: Kopfsalat, rote Beete, Äpfel, Erdnüsse, Karotten etc. Auch ein klassisch gebratener Truthahn mit scharfer mexikanischer „Mole-Sauce“, sowie „Pozole“, eine Maismehl-Suppe mit Schweine- oder Hühnchenfleisch, Chili und Knoblauch wird serviert. Dazu gibt es traditionell „Ponche“, einen heißen mexikanischen Fruchtpunsch, zu trinken. Und was gibt´s bei euch zu Weihnachten? #WGV #Berater Helmut #Halt #weihnachten #weltweit #traditionell #Festmahl #Versicherung #festlich #essenWas isst die Welt zu Weihnachten? Würstchen mit Kartoffelsalat, Raclette, Enten- oder Gänsebraten – die Klassiker der deutschen Weihnachtsküche sind in jedem Haushalt bestens bekannt. – Aber was kommt eigentlich bei anderen Ländern während der Weihnachtsfeiertage auf den Tisch? WGV Berater Helmut Halt wünscht allen schöne Festtage – und einen guten Appetit! Sitten und Bräuche sind ohne Frage weltweit unterschiedlich und das Weihnachtsessen ist da keine Ausnahme. Werft selbst einen Blick auf die weltweiten traditionellen Gerichte an Weihnachten: Würstchen mit Kartoffelsalat, Raclette, Enten- oder Gänsebraten – die Klassiker der deutschen Weihnachtsküche sind in jedem Haushalt bestens bekannt. Aber was kommt eigentlich bei anderen Ländern während der Weihnachtsfeiertage auf den Tisch? Sitten und Bräuche sind ohne Frage weltweit unterschiedlich und das Weihnachtsessen ist da keine Ausnahme. Werft selbst einen Blick auf die weltweiten traditionellen Gerichte an Weihnachten: Frankreich: Das Festmahl beginnt mit Austern und Salat, angerichtet mit Räucherlachs. „Dinde aux Marrons“, ein mit Maronen gefüllter Truthahn, folgt als Hauptspeise. Das traditionelle Dessert „Bûche de Noël“ darf in Frankreich nicht fehlen. Dabei handelt sich um einen Buttercreme-Kuchen, der einem Baumstamm ähnelt. Getrocknete Feigen, Rosinen, Nüsse und verschiedene Obstsorten werden dazu serviert. Italien: Am 24. Dezember besteht das Weihnachtsessen der Italiener nur aus Fisch-Gerichten. Am 25. Dezember dürfen traditionell nur Gerichte „alla terra“ (vom Boden) serviert werden, z. B. Wildschwein oder Kalbsbraten. Als Dessert gibt es „Panettone“, eine Mailänder Kuchenspezialität. Norwegen: Rippchen, gepökelte Lammrippe oder Fischgerichte (z. B. Dorsch, Kabeljau) sind typische Weihnachtsgerichte in Norwegen. Zum Nachtisch wird der Weihnachtskuchen „Julekake“ mit Rosinen serviert. Dazu gibt es einen Haferbrei mit einer versteckten Mandel. Wer die Mandel findet, ist der Glückpilz unter der Familie: Der Person wird eine Heirat prophezeit. Slowakei: In der Slowakei wird traditionell saure Pilzsuppe und Karpfen mit Sauerkraut serviert. Als Dessert gibt es süßes Gebäck. Island: Die traditionelle Weihnachtsspezialität ist geräucherter Lachs oder Meerforelle mit Schweinefleisch oder gebratenem Lamm. In der Vorweihnachtszeit werden Ginger Plätzchen und das sehr beliebte „Laufabrauð“, auch Schneeflockenbrot genannt, gebacken. Dies ist ein dünnes Fladenweißbrot, das mit kunstvollen weihnachtlichen Ornamenten verziert wird. Das Dessert besteht aus Milchreis mit einer versteckten Mandel. USA: Das us-amerikanische Weihnachts-Essen unterscheidet sich nicht so sehr vom traditionellen Thanksgiving-Dinner: Ein großer Truthahn mit Beilagen wie Süßkartoffelpürree und Mais. Großbritannien: Hier ist Truthahnbraten, der mit Backpflaumen, Äpfeln und Brot befüllt ist, ein absolutes Muss. Auch der traditionelle „Plumpudding“ und ein Eierpunsch gehören zum Nachtisch dazu. Mexiko: Beim weihnachtlichen Festmahl darf Salat „Ensalada de Noche Buena“ nicht fehlen. Dieser wird in den mexikanischen Nationalfarben grün, weiß und rot angerichtet: Kopfsalat, rote Beete, Äpfel, Erdnüsse, Karotten etc. Auch ein klassisch gebratener Truthahn mit scharfer mexikanischer „Mole-Sauce“, sowie „Pozole“, eine Maismehl-Suppe mit Schweine- oder Hühnchenfleisch, Chili und Knoblauch wird serviert. Dazu gibt es traditionell „Ponche“, einen heißen mexikanischen Fruchtpunsch, zu trinken. Und was gibt´s bei euch zu Weihnachten? wgv Berater Helmut Halt wünscht schöne Festtage und einen guten Appetit

Geschichte der Versicherung

Versicherung (Kollektiv)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Mit Versicherung (veraltet Assekuranz) wird das Grundprinzip der kollektiven Risikoübernahme (Versicherungsprinzip oder Äquivalenzprinzip) bezeichnet: Viele zahlen einen Geldbetrag (= Versicherungsbeitrag) in die Kapitalsammelstelle Versicherer ein, um beim Eintreten eines entsprechenden Schadens, dem Versicherungsfall, aus dieser Kapitalsammelstelle einen Schadenausgleich zu erhalten. Da der Versicherungsfall nur bei wenigen Versicherten eintreten wird, reicht das Vermögen der Kapitalsammelstelle bei bezahlbarem Beitrag aus. Voraussetzung ist, dass der Umfang der Schäden statistisch abschätzbar ist und demnach mit versicherungsmathematischen Methoden der von jedem Mitglied des Kollektivs benötigte Beitrag bestimmbar ist.

Grundprinzip der Versicherung

Rechtliche Beschreibung

Eine gesetzliche Definition der Versicherung besteht nicht. Im Richterrecht haben sich folgende Kriterien für das Versicherungsgeschäft im Sinne von § 1 Abs. 1 VAG herausgebildet:

  • Entgeltlichkeit der Übernahme der Verpflichtung
  • Planmäßiges Betreiben des Geschäftes durch absichtlichen Aufbau des Risikoausgleichskollektivs
  • Selbständiges Geschäft, also keine unselbständige Nebenabrede eines anderen Geschäfts
  • Rechtsanspruch auf die Leistung bei Eintreten des Versicherungsfalls
  • Ungewissheit der Leistung (Risikoübernahme)
  • Systematische Übernahme einer Vielzahl gleichartiger Gefahren (möglichst homogenes Risikoausgleichskollektiv)

Während die ersten vier objektive Kriterien sind, sind die beiden letzteren subjektiv. Bei Großrisiken mag es nur sehr wenige Risiken geben, bei denen die Gefahr gleichartig ist. Dennoch liegt eine Versicherung vor, wenn diese auch mit relativ wenig gleichartigen anderen Risiken in einem damit relativ wenig homogenen Kollektiv zusammengefasst werden. In einigen Fällen mag die Eintrittswahrscheinlichkeit sehr hoch sein (z. B. bei der Brillenverlustversicherung) und damit die Leistung relativ wenig ungewiss, ohne dass dies die Eigenschaft „Versicherung“ ausschließt.

Wirtschaftswissenschaftliche Beschreibung

Alfred Manes (in Encyclopedia of the Social Sciences, Vol. 8, 1935, Seite 95) definiert Versicherung als Beseitigung des Risikos eines Einzelnen durch Beiträge von Vielen („The essence of insurance lies in the elimination of the uncertain risk of loss for the individual through the combination of a large number similarily exposed individuals who each contribute to a common fund of premiums sufficient to make good the loss caused any one individual.“). Karl Hax definiert Versicherung als „die planmäßige Deckung eines im einzelnen ungewissen, im ganzen aber schätzbaren Geldbedarfs auf der Grundlage eines zwischenwirtschaftlichen Risikoausgleichs“. Versicherungsbegriff nach Farny: Versicherung ist die Deckung, eines im Einzelnen ungewissen, insgesamt schätzbaren Geldbedarfs, auf der Grundlage eines Risikoausgleiches im Kollektiv und in der Zeit.

Mathematische Beschreibung

Der Versicherung liegt der Mechanismus der gemeinsamen Tragung von Risiken in einem Kollektiv (Pool, Portefeuille) zu Grunde. Der Vorteil dieser gemeinsamen Tragung beruht auf einer mathematisch durch das Gesetz der großen Zahlen beschriebenen Gesetzmäßigkeit, nach der bei steigender Anzahl von gleichartigen Ereignissen sich der tatsächliche Ausgang dem erwarteten Ausgang (also dem mittleren Wert aller möglichen Ausgänge) anpasst. Die Streuung (Variabilität) der Ausgänge um den mittleren Wert nimmt mit steigender Kollektivgröße gesetzmäßig, mathematisch beschrieben durch den Zentralen Grenzwertsatz, ab. Im Idealfall des Zentralen Grenzwertsatzes fällt die Standardabweichung bei einer steigenden Anzahl von Risiken von n wie 1 / n {\displaystyle 1/{\sqrt {n}}} 1/{{\sqrt  {n}}}. Demnach verringert sich das Risiko der Schwankung des Ausgangs umso mehr, je größer das Kollektiv ist. Dieser risikomindernde Effekt einer gemeinsamen Tragung von Risiken in einem Kollektiv wird als Risikoausgleich im Kollektiv bezeichnet. Im Ergebnis wird dadurch das Risiko des Versagens des Risikoausgleichs, also dass das Kollektiv nicht genügend Geld hat, alle Schäden zu bezahlen, mit steigender Kollektivgröße gesetzmäßig immer kleiner. Ein großes Kollektiv braucht letztlich proportional weniger Kapital als Vorsorge für ein solches Versagen, als ein kleines Kollektiv oder gar ein Individuum für sein eigenes Risiko. Geringeres Kapital bedeutet aber vor allem geringere Finanzierungskosten und damit bewirkt der Risikoausgleich im Kollektiv, dass Risiken für alle Beteiligten günstiger abgesichert werden können, als dies individuell möglich wäre.

Beispiel

Ein Haus hat einen Wert von beispielsweise 100.000 €. Nehmen wir an, die Wahrscheinlichkeit, dass es abbrennt, sei 0,1 % in jedem Jahr. Um sich selbst gegen den Verlust des Hauses zu schützen, müsste der Hausbesitzer ständig 100.000 € als Reserve verfügbar haben. Dieses ständige Bereithalten von Geld bewirkt Finanzierungskosten von beispielsweise 1 %, also 1.000 € pro Jahr. Damit kostet die individuelle Absicherung des Hauses gegen Brand jedes Jahr 1.000 €, selbst wenn das Haus nicht abbrennt (zusätzlich kommt noch der durchschnittliche Verlust aus Bränden in Höhe von 100 € pro Jahr hinzu). Tun sich hingegen 100.000 Hausbesitzer zusammen und sichern sich gemeinsam ab, treten im Kollektiv fast mit Sicherheit Brände auf, durchschnittlich 100 pro Jahr mit Gesamtkosten von 10.000.000 €. Dies kostet aber, verteilt auf alle 100.000 Hausbesitzer, den einzelnen nur die 100 € durchschnittliche Brandkosten. Um gegen zufällig viele Brände gewappnet zu sein, muss das Kollektiv zwar noch zusätzlich Kapital bereitstellen, doch beträgt dies bei ausreichender Sicherheit zum Beispiel nur 10.000.000 €. Selbst wenn man für dieses Kapital besonders hohe Finanzierungskosten unterstellt, beispielsweise 20 %, entfallen auf den Einzelnen nur Finanzierungskosten von 20 €. Damit würde die Absicherung im Kollektiv jeden Einzelnen nur 120 € kosten, statt (langjährig durchschnittlich) 1.100 € bei individueller Absicherung. Je größer das Kollektiv ist, desto weniger Kapital wird zur Absicherung benötigt und desto mehr nähert sich der Preis der Versicherung dem reinen Erwartungswert des Schadens von 100 € an.

Damit ergibt sich auch direkt die Kalkulation des Preises für den Versicherungsschutz (Versicherungsbeitrag), der erforderlich ist: Er besteht pro Haus aus dem Erwartungswert von 100 € zuzüglich einem Sicherheitszuschlag von 20 €, der die Finanzierungskosten für das Kapital des Kollektivs darstellt und damit letztlich den erwarteten Gewinn. Durch Versicherungsnahme überträgt der Hausbesitzer eine Unsicherheit im Wert von 1.100 € für ein Entgelt von 120 € auf das Versicherungskollektiv. Dieser extreme Wertunterschied erlaubt es, dass selbst wenn die Organisation des Kollektivs noch zusätzlich Kosten verursacht und auch noch ein angemessener Gewinnzuschlag erhoben wird, dennoch durch die Versicherung ein hoher Nutzen für das einzelne Wirtschaftssubjekt bewirkt wird.

Organisation der Versicherung

Wirtschaftliche Funktion der Versicherung

Diese wesentliche Verbilligung der Absicherung gegen Risiken durch Versicherung machte überhaupt erst den für die moderne Wirtschaft wesentlichen Aufbau wertvoller Industrieanlagen und auch den Aufbau privater Werte möglich, deren große Zahl wiederum erst eine effektive Absicherung im Kollektiv ermöglicht. Damit ist die Entwicklung der modernen Industriestaaten untrennbar mit der Entwicklung des Versicherungswesens verbunden.

Versicherer als Organisator des Risikoausgleichskollektivs

Grundsätzlich lässt sich dieser Effekt stets auch durch ein gemeinschaftlich organisiertes Risikoausgleichskollektiv erzielen. Doch sind solche in der Praxis im Hinblick auf die benötigte Zahl von Risiken meist nicht auf rein gemeinschaftlicher Basis ohne zentrale Koordination organisierbar. Daher treten in einer Marktwirtschaft Unternehmer (als Versicherer bezeichnet) auf, die solche Kollektive organisieren und sie damit als Dienstleister der Wirtschaft verfügbar machen.

Sie selbst machen sich den Risikoausgleichseffekt zu Nutze, um die systematische Übernahme von Risiken mit einem im Hinblick auf die Gewinnmöglichkeiten akzeptablen unternehmerischen Risiko durchzuführen.

Die wesentlichen Merkmale eines solchen privatwirtschaftlich organisierten, gewinnorientierten Versicherers sind:

  • Der Versicherer erhebt von den Versicherungsnehmern einen fest vereinbarten Versicherungsbeitrag. Ggf. auftretende Schäden muss der Versicherer dann ausgleichen.
  • Der Versicherer stellt zur Absicherung höherer Schäden Eigenkapital, das demzufolge unter Risiko steht. Sind die Beiträge höher als die Schäden und übrigen Aufwendungen des Versicherers, verbleibt der Rest als Gewinn zur Entlohnung für die Stellung dieses risikobehafteten Eigenkapitals. Sind sie niedriger, muss der Versicherer den Verlust aus dem Eigenkapital decken. Soweit die Sicherheits- oder Gewinnzuschläge in den Beiträgen ein angemessenes Entgelt für das Risiko des Eigenkapitals darstellt, werden die Kapitalmärkte in dem Fall willens sein, das verlorene Eigenkapital wieder zu ersetzen und damit kann der Versicherer das Geschäft fortsetzen.

Oft werden die Gewinne aber nicht ausgeschüttet, sondern verbleiben im Versicherer, um die Eigenkapitalbasis und damit die Sicherheit des Versicherers zu erhöhen. Zugleich erhöht sich durch diese Thesaurierung von Gewinnen auch der Wert des Versicherers für den Eigentümer.

Wegen des Risikoausgleichseffekts genügen dem Versicherer schon geringe Sicherheitszuschläge in den Beiträgen und ein relativ niedriges Eigenkapital, um das Geschäft mit ausreichender Sicherheit für die Versicherungsnehmer und angemessenem Gewinn auf das Eigenkapital betreiben zu können.

Gegenseitigkeitsversicherung und Erwerbsversicherung

Damit ist Versicherung die nach dem Wahrscheinlichkeitsprinzip arbeitende wirtschaftliche Absicherung von Risiken gegen Beitragszahlung; sie wird entweder nach dem Assoziationsprinzip als Gegenseitigkeitsversicherung oder nach dem Spekulationsprinzip als Erwerbsversicherung betrieben. Allerdings betreiben auch die Gegenseitigkeitsversicherer heute kaum noch ein reines Risikoausgleichskollektiv (abgesehen von einigen wenigen kleineren Vereinen, meist Tierversicherungen, z. B. Kuhgilden), sondern erheben feste Beiträge nach dem Spekulationsprinzip. Grundsätzlich gehören aber die Gewinne und das Eigenkapital den Mitgliedern, also den Versicherungsnehmern.

Antike Vorformen der Gegenseitigkeitsversicherung begegnen uns in den ägyptischen, griechischen und römischen Begräbnisvereinen (collegia tenuiorum), die mittels regelmäßiger Beiträge für ein anständiges Begräbnis ihrer Mitglieder und für den Totenkult sorgten. Die bis in die Neuzeit fortwirkende Entwicklung der Gegenseitigkeitsversicherung beginnt jedoch erst im frühen Mittelalter in Nordeuropa mit der auf einem gegenseitigen Treueverhältnis beruhenden und sich zur gemeinsamen Erfüllung religiöser, politischer, wirtschaftlicher und geselliger Zwecke zusammenschließenden Gilden und Genossenschaften, die sich bevorzugt der gemeinschaftlichen Risikoübernahme und Hilfeleistung bei Tod, Brand, Viehsterben, Schiffbruch und Gefangennahme widmeten. Im 17. und 18. Jahrhundert entstanden auf staatliche Initiative die ersten öffentlich-rechtlichen Versicherungsanstalten, die ebenfalls nicht gewinnorientiert sind.

Sozialversicherung

Die Zweige der Sozialversicherungen können nur eingeschränkt zu den Versicherungen gezählt werden, da es sich nur um umlagefinanzierte (Umlageverfahren) staatlich organisierte Pflichtversicherungen handelt. Zudem werden in der gesetzlichen Rentenversicherung die Beiträge nicht unter den Leistungsberechtigten umgelegt, sondern von einer Generation für die andere erbracht (Generationenvertrag). Sie bildet keine Rückstellungen, sondern finanziert sich aus den laufenden Einnahmen und ist damit nicht demographiefest.

Versicherbare Risiken

Die versicherbaren Risiken sind sehr vielfältig. Voraussetzung ist allerdings, dass sie sich nach statistisch fassbaren Gesetzmäßigkeiten realisieren. Daher sind beispielsweise Risiken, die wesentlich auf dem Verhalten von Menschen beruhen, wie wirtschaftlicher Erfolg einer Unternehmung, Marktpreisrisiken oder vorsätzliches Verhalten nicht versicherbar. Die versicherbaren Risiken lassen sich aber auf wenige Risikogruppen reduzieren, die allerdings keine exakten Grenzen haben:

  • biometrische Risiken, darunter versteht man die das Leben und den Lebensunterhalt betreffenden individuellen Risiken wie Erwerbsunfähigkeit, Pflegebedürftigkeit, Langlebigkeit und vorzeitigen Tod. Sie werden durch Lebensversicherungsprodukte abgedeckt
  • Kostenrisiken (beispielsweise Gerichtskosten, Krankheitskosten) werden beispielsweise durch die Rechtsschutzversicherung und die Krankenversicherung gedeckt
  • Schadensrisiken (beispielsweise Feuer, Unfall, Diebstahl) werden durch zahlreiche Schadensversicherungsarten gedeckt (beispielsweise Wohngebäudeversicherung, Unfallversicherung, Hausratversicherung)
  • Haftungsrisiken werden durch zahlreiche Formen der Haftpflichtversicherung gedeckt

Rechtsgrundlagen

Die Rechtsordnung trennt das Versicherungsrecht in das immer umfangreicher werdende Sozialversicherungsrecht und das Privatversicherungsrecht, das wiederum Versicherungsunternehmensrecht, Versicherungsaufsichtsrecht und Versicherungsvertragsrecht umfasst. Das Versicherungsvertragsrecht ist besonderes Schuldvertragsrecht und als solches das den Besonderheiten des Versicherungsvertrages gerecht werdende Sonderprivatrecht.

Gestaltungen von Versicherungen

Deckungsprinzipien

Für die Deckung der Anwartschaften insbesondere bei Personenversicherung haben sich zwei grundlegende Deckungsprinzipien herauskristallisiert.

Untypische Versicherungen

Eine Lotterie ist einer Versicherung in manchen Aspekten sehr ähnlich, nicht zuletzt auch deshalb, weil Versicherungen ursprünglich vielfach Wett- oder Lotteriecharakter hatten. Allerdings dient das Glücksspiel weder der finanziellen Risikovorsorge noch dem kollektiven Ansparen. Ferner soll eine Versicherung die finanziellen Folgen eines bestimmten Ereignisses absichern; dieses Ereignis ist jedoch das gewünschte Ziel bei einer Lotterie. Der Spieler will den Gewinn ja nicht verhindern sondern möglichst erringen.

Eine besondere Form der Lotterie ist die Tontine, bei der eine Gesamtheit von Anlegern einen Betrag aufbringt, der nach dem Ablauf einer vereinbarten Laufzeit verzinst an die Überlebenden der Gesamtheit ausbezahlt wird. Hier steht die Beitragszahlung nicht unter Risiko. Für die Leistung wird das biometrische Risiko zur Erhöhung der Rendite für die Überlebenden genutzt. Allerdings ist die Tontinenversicherung als Vorläufer unserer heutigen Rentenversicherungen anzusehen.

Die insbesondere in Frankreich üblichen Kapitalisierungsgeschäfte (Sparversicherungen), frz. Contrats de capitalisation sind ebenfalls keine (Lebens-)versicherungen im eigentlichen Sinn, da hier ausschließlich ein Sparvorgang vorliegt.

Versicherung im Kontext des Risikomanagements

Bevor ein Risiko richtig versichert werden kann, muss es erkannt, bewertet und der Umgang mit dem Risiko festgelegt werden. Mit diesem Prozess, welcher als Vorstufe jedem Versicherungsabschluss vorausgehen sollte, befasst sich das Risikomanagement. Risikomanagement oder Risk-Management (englisch) ist der gesamtheitliche Umgang mit Risiken. Eine generelle, einfache Definition von Risiko ist Unsicherheit. Die Komponenten eines Risikos sind:

  1. Ein Wert (Sache, Person, Prozess, System, Zustand)
  2. Die Gefahren, welchen die Werte ausgesetzt sind
  3. Die Auswirkungen, wenn sich die Gefahr am Wert verwirklicht (direkte und indirekte finanzielle und nicht-finanzielle Auswirkungen).

Weitere Dimensionen von Risiko sind Eintrittswahrscheinlichkeit und Häufigkeit. Die Versicherungswirtschaft oder der Versicherungsmarkt (als Begriff für alle, welche sich mit versicherbaren Risiken befassen) kümmert sich primär um die durch einen Versicherer versicherbaren Risiken. Nur ein Teil aller Risiken ist durch einen Versicherer versicherbar. Weitere Risiken sind in anderer Art und Weise absicherbar, wie zum Beispiel das Risiko von sinkenden Aktienkursen durch Optionen (Bsp. Put-Option). Außerdem gibt es die Versicherungswirtschaft konkurrierende oder ergänzende Techniken, wie die Verbriefung (Securitization), welche den Kapitalmarkt zur finanziellen Absicherung von Risiken anzapft. Viele Risiken sind nicht oder nur teilweise auf andere überwälzbar, wie das Risiko des Unternehmers, dass ein neu lanciertes Produkt am Markt keinen Erfolg hat; könnte man dieses Risiko voll abwälzen, hätte man auch kein Recht auf einen Gewinn. Denn der Gewinn ist der Lohn für eingegangene Risiken.

Welches die richtigen Instrumente, die richtige Methoden im Umgang mit Risiken sind, ist eine Frage, welche das Risikomanagement zu beantworten hilft. Vielfach ist die Antwort nicht ein Allheilmittel, sondern ein Mix aus verschiedenen Maßnahmen (z. B. Risikohäufigkeit reduzieren, planmäßiger Umgang mit der Situation, wenn sich Risiko verwirklicht, einen Teil der finanziellen Auswirkungen selbst tragen, einen Teil versichern). Ein kritischer Schritt im Umgang mit Risiken ist die Erkennung von Risiken, denn mit nicht erkannten Risiken kann auch nicht planmäßig umgegangen werden.

Rechtliche Ausgestaltung der Versicherung

Versicherungsschutz wird im Rahmen eines besonderen Rechtsverhältnisses, des Versicherungsverhältnisses gewährt. Der Versicherungsschutz gewährende ist der Versicherer, der Versicherungsschutz erhaltende ist der Versicherungsnehmer. Versicherungsverhältnisse können durch Vertrag, Gesetz oder seltener Gerichtsentscheidung begründet werden. Da Versicherung definitionsgemäß auf der Basis des Risikoausgleichs im Kollektiv erfolgt, sind die Versicherer bemüht, große Zahlen möglichst ähnlicher Versicherungsverhältnisse zu begründen, die sich nur durch die unvermeidliche Individualität der einzelnen Risiken unterscheiden. Daher sind die Versicherungsverhältnisse, deren Risiken in einem Kollektiv ausgeglichen werden sollen, grundsätzlich identisch ausgestaltet und unterscheiden sich nur durch das individuell abgesicherte Risiko. Hierzu gestalten die Versicherer für einen bestimmten Typ von Versicherungsverhältnissen einheitliche Bedingungen, die sogenannten Allgemeinen Versicherungsbedingungen, die eine möglichst große Einheitlichkeit der auf dieser Basis begründeten Versicherungsverhältnisse bewirken. Diese Typen von möglichen Versicherungsverhältnissen, die ein Versicherer anbietet, werden von den Versicherern auch als Produkte bezeichnet. Da Versicherung ein kollektives Geschäft ist, „produziert“ der Versicherer nicht einzelne Versicherungsverhältnisse, sondern die Kollektive. Daher ist dies wirtschaftlich sein „Produkt“. Der Produktbegriff wird hier aber auch zugleich im weiteren Sinn verwendet, der sich nicht auf das einzelne Wirtschaftsgut oder die einzelne Dienstleistung bezieht, sondern sich auf das Fertigungsverfahren oder den Typ von im Massenfertigungsverfahren hergestellten Einzelprodukten bezieht. Diese Produkte waren oder sind teilweise noch Gegenstand der staatlichen Beaufsichtigung der Versicherung. In dem Fall ist das Produkt der zum Teil staatlich beaufsichtigte Versicherungstarif.

Klassifikation von Versicherungsformen

Es existieren verschiedene Möglichkeiten, um die Vielfalt der Versicherungen systematisch darzustellen. Sechs solcher Gruppierungsansätze sind nachfolgend dargestellt:

  1. Individual- und Sozialversicherung
    • Die Individualversicherung entsteht durch Abschluss eines privatrechtlichen Versicherungsvertrages
    • Die Sozialversicherung entsteht durch Gesetz auf Grund bestimmter Umstände, z. B. durch abhängige Erwerbstätigkeit, Ausbildung oder andere geschützte Umstände.
  2. Personen- und Nichtpersonenversicherungen
  3. Schadens- und Summenversicherungen
    • Die Schadensversicherung deckt im Schadensfall die konkrete, meist nachzuweisende Höhe des tatsächlich angefallenen Schadens. Eine vereinbarte Versicherungssumme beschreibt bei dieser Versicherungsform lediglich die maximale Versicherungsleistung. Typische Schadensversicherungen sind die Kranken-, die Hausrat-, die Haftpflicht- und die Rückversicherung sowie die Kraftfahrtversicherung.
    • Die Summenversicherung leistet im Versicherungsfall eine vorbestimmte Versicherungssumme, ohne dass ein tatsächlicher Schaden konkretisiert werden müsste. Summenversicherungen sind fast immer Personenversicherungen, bekanntestes Beispiel ist die Lebensversicherung, daneben steht noch die Unfallversicherung. Gelegentlich gibt es auch Tierversicherungen oder (im Ausland) Kfz-Versicherungen in der Form der Summenversicherung. Die Neuwertversicherung, bei der ohne Rücksicht auf den Wert des zerstörten Objekts immer der Wiederbeschaffungswert eines neuen Objekts erstattet wird, ist ein Grenzfall zwischen Schaden- und Summenversicherung.
  4. Aktiven- und Passivenversicherungen
    Bei den Schadensversicherungen kann man folgende Einteilung vornehmen:

    • Aktivenversicherung schützen Sachwerte, die bei einem Unternehmen auf der Aktivseite stehen. Beispiele sind Gebäudeversicherung oder Kaskoversicherung.
    • Passivenversicherungen schützen die Haftung gegenüber Dritten, das heißt, es wird die Passivseite einer Bilanz geschützt, beispielsweise durch eine Produkt-, oder eine Kraftfahrt-Haftpflichtversicherung.
    Beide Gruppen unterscheiden sich in der Funktionsweise. Während es bei der Aktivenversicherung das Prinzip der Unterversicherung gibt (der Schaden wird nur im Verhältnis Versicherungssumme zum Wert des beschädigten Gegenstandes ersetzt), gilt bei der Passivenversicherung das Prinzip der Erstrisikodeckung, das heißt, der Schaden wird immer in voller Höhe bis zum Erreichen der vereinbarten Deckungssumme ersetzt.
  5. Nach der Art des versicherten Risikos
    Es werden verschiedene Risikoarten unterschieden und auf dieser Basis werden entsprechende Versicherungen in Versicherungsarten, und weiter in Versicherungssparten bzw. -zweige und Versicherungszweiggruppen zusammengefasst.
  6. Lebens- und Nicht-Lebensversicherung
    • Die Lebensversicherung ist eine Summenversicherung, die keine Teilschäden abdeckt und durch meist langfristige Verträge charakterisiert ist. Auf Grund des versicherten Risikos sind keine Mehrfachschäden pro Risiko möglich, aber sie ist möglicherweise von Zufallsschwankungen betroffen. Bei Versicherungsfall ist die Abwicklung recht schnell – aufgrund der einfach zu beweisenden Sachlage (Totenschein) -, die Beiträge begründen sich auf gutem statistischem Material.
    • Die Nicht-Lebens-Versicherung deckt auch Teilschäden und Mehrfachschäden ab. Eine Abwicklung eines Versicherungsfalles kann recht langwierig werden, da alle Schäden bewiesen werden müssen (evtl. durch Gutachten etc.). Meist handelt es sich um kurz bis mittelfristige Verträge, die anfällig für Kosteninflation sind. Sie sind stark anfällig für Zufallsschwankungen (Wind & Wetter).

Diesel – ein Motor mit explosiver Kraft

2016: Abgasskandal: VW einigt sich mit US-Händlern auf Entschädigung

Seit fast einem Jahr können VW-Autohäuser in den USA keine Dieselmodelle verkaufen. Nun sollen sie für die Folgen des Abgasskandals entschädigt werden. Zehntausenden Kunden warten hingegen noch auf eine Lösung.

Geschichte des Dieselmotors:

1893: Rudolf Diesel: Er bekommt ein Patent für seinen neuartigen Antrieb. Der Dieselmotor wird weltweit ein Erfolg, doch seinem Erfinder bringt er kein Glück.

Jahrelang tüftelt Rudolf Diesel an einem Motor mit hohem Wirkungsgrad.

Rudolf Diesel wird am 18. März 1858 in Paris geboren. Sein Vater, ein gelernter Buchbinder, arbeitet dort als Lederwarenfabrikant. Als 1870 der deutsch-französische Krieg ausbricht, muss die Familie Frankreich verlassen. Die Diesels ziehen nach London, doch der zwölfjährige Rudolf wird bald zu Verwandten nach Augsburg geschickt. Dort besucht er zunächst die Gewerbe- und anschließend die Industrieschule, beide mit großem Erfolg. Dank eines Stipendiums kann er an der Technischen Hochschule in München studieren. 1880 beendet er sein Studium mit dem besten Zeugnis aller bisherigen Studenten.

 Anfangs dienten Dampfmaschinen als Fahrzeugantrieb.

Rudolf Diesel interessiert sich schon früh für Maschinen und Motoren. Im Physikunterricht fasziniert ihn besonders ein Kompressionsfeuerzeug, wie es damals üblich ist. Es besteht aus einem Glaskolben, in dem Luft so fest zusammengepresst wird, bis durch die Hitze des Drucks ein Stück Zunder entflammt. Später, im Studium, beschäftigt sich Diesel mit Wärmekraftmaschinen wie der Dampfmaschine. Bald erkennt er deren Schwächen. Diesel will einen Antrieb mit einem weit höheren Wirkungsgrad bauen. Dabei orientiert er sich an der „idealen Wärmekraftmaschine“ nach der Theorie des idealen Kreisprozesses, die von dem französischen Physiker Sadi Carnot stammt.

Erfinder Carl von Linde

Nach dem Studium muss Diesel erst einmal Geld verdienen. Einer seiner Professoren an der Technischen Hochschule München ist der Erfinder der Kältemaschine, Carl von Linde. Er verschafft dem jungen Ingenieur eine Stelle in seiner Fabrik. Schon ein Jahr später wird Diesel Direktor von Lindes Tochterfirma in Paris. Neben seiner Arbeit für Linde verfolgt Diesel weiterhin seine Pläne für einen neuartigen Motor. 1889 zieht Diesel, der inzwischen geheiratet und drei Kinder hat, nach Berlin. Dort leitet er das technische Büro von Lindes Eismaschinenfabriken.

Vom Patent zur Praxis

Der erste Dieselmotor im MAN-Museum in Augsburg

Nach vielen Jahren Entwicklung trägt seine Arbeit Früchte: 1893 erhält er ein Patent auf sein Konzept für eine „Neue, rationelle Wärmekraftmaschine“. Doch sein Motor existiert bislang nur in der Theorie. Daher lässt Diesel im gleichen Jahr in der Maschinenfabrik Augsburg den ersten Prototyp bauen. Die Arbeiten erleiden immer wieder Rückschläge, doch 1897 funktioniert die Konstruktion endlich so, wie es Diesel vorgesehen hat. Mit einem Wirkungsgrad von rund 26 Prozent arbeitet der Motor mehr als doppelt so effizient wie die Dampfmaschinen, die damals nur etwa zwölf Prozent Wirkungsgrad erreichen.

Erfolg und Streit

Im Jahr 1901 zieht Diesel mit seiner Familie nach München. Seine Maschine wird im In- und Ausland nachgebaut und er kann Lizenzen auf seine Erfindung erteilen. Auf der Weltausstellung 1900 in Paris wird Diesels Motor mit dem „Grand Prix“ ausgezeichnet. 1903 gehört Rudolf Diesel zu den Mitbegründern des Deutschen Museums in München. Er gilt jetzt als erfolgreicher Erfinder, doch der Bau einer teuren Villa, Spekulationsgeschäfte und Patentstreitigkeiten zehren an Diesels Vermögen und Gesundheit.

Geheimnisvolles Verschwinden

Traktor mit Dieselmotor aus dem Jahr 1922

1913 bricht Diesel mit Geschäftsfreunden zu einer Reise nach England auf. Am 29. September will er mit dem Dampfer „Dresden“ von Antwerpen nach Harwich übersetzen. Doch in der Nacht der Überfahrt des Ärmelkanals verschwindet Diesel spurlos von Bord. Zwei Wochen später finden niederländische Seeleute eine im Meer treibende Leiche. Anhand einiger persönlicher Gegenstände in deren Kleidern identifiziert Diesels Sohn Eugen seinen Vater. Einzelheiten bleiben aber letztlich ungeklärt, da die Seeleute die Leiche nicht mit an Land nehmen. Heute gilt als am wahrscheinlichsten, dass sich Diesel selbst das Leben nahm. Doch bis heute kursieren auch Theorien, dass er ermordet wurde.

Siegeszug um die Welt

Erster PKW mit Dieselmotor: Mercedes-Benz 260 D

Den weltweiten Durchbruch seines Motors erlebt Diesel nicht mehr. Der Antrieb wird zunächst in Schiffen und U-Booten, später auch in Luftschiffen eingesetzt. Aber erst ab den 20er-Jahren setzt er auch serienmäßig Last- und Personenwagen in Bewegung. Heute werden die meisten Dieselmotoren für Kraftfahrzeuge produziert. Dank Leichtbauweise, Turbolader und Rußfilter ist er heute ein ernsthafter Konkurrent des Otto-Motors. Dabei arbeitet er aber deutlich effizienter als dieser – so, wie Rudolf Diesel es sich vorgestellt hatte.

Zunächst zu schwer für das Automobil

Der Dieselmotor des Mercedes-Benz 260 D

Im Inneren des Dieselmotors wird Luft so stark verdichtet und dadurch erhitzt, dass sich der eingespritzte Kraftstoff selbst entzündet. Deswegen muss der Dieselmotor sehr massiv und robust sein: Der erste funktionstüchtige Antrieb wiegt rund 4,5 Tonnen. Daher werden die ersten Dieselmotoren nur stationär eingesetzt. Automobile treibt weiterhin der Otto-Motor an. Bei diesem löst ein Funken die Explosion in der Brennkammer aus. Weil dabei weit weniger Druck entsteht, lässt sich ein Otto-Motor lange Zeit deutlich leichter bauen als ein Diesel-Motor. (übernommen von BR Wissen)

 

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Powerfrauen!! – 8. März – Internationaler Weltfrauentag

Sie brauchen Stunden im Bad, sind verrückt nach Shoppingtouren und Schokolade. Sie können nicht einparken, hören nicht auf zu quasseln, wissen nicht, wo links und rechts ist, lästern für ihr Leben gern und fangen mitten im Kino an, laut zu schluchzen. Ja, Frauen können ganz schön anstrengend sein. Und gleichzeitig sind sie mitfühlend, geheimnisvoll und heißblütig. Sie schaffen es, aus der dunkelsten Bruchbude ein gemütliches Heim zu kreieren und können gleichzeitig einen Schokokuchen backen, Fenster putzen, Mathehausaufgaben korrigieren, den Liebeskummer der besten Freundin stillen und online Schuhe kaufen. Multitasking auf höchstem Niveau! Deshalb nicht vergessen: Am 8. März ist Weltfrauentag. Ein Tag, an dem Männer besonders nett zum schönen Geschlecht sein sollten. Und Frauen mal so richtig stolz auf sich sein dürfen.

8. März Weltfrauentag
Der Internationale Frauentag wird jedes Jahr am 8. März von Frauenorganisationen weltweit initiiert. Das erste Mal fand er in der Zeit um den ersten Weltkrieg statt. Die Idee, einen Tag im Jahr den Rechten der Frau zu widmen, kam ursprünglich aus Amerika. 1920, bei der Zweiten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz in Kopenhagen, schlug die deutsche Sozialistin Clara Zetkin vor, es den Amerikanerinnen gleichzutun und einen Internationalen Frauentag einzuführen. Damals ging es vor allem um die Durchsetzung des Wahlrechts. Außerdem kämpfte die Frauenbewegung damals um einheitliche Löhne und bessere Bildungsmöglichkeiten. Der erste Frauentag fand am 19. März 1911 in Dänemark, Deutschland, Österreich-Ungarn und der Schweiz statt. Seit 1921 liegt der Internationale Frauentag auf dem 8. März und ist in vielen Ländern sogar ein gesetzlicher Feiertag. In China bekommen die Frauen an diesem Tag den Nachmittag frei.

Wahltag

Wenn im September Bundestagswahl in Deutschland ist… dürfen alle hingehen! Männlein und Weiblein. Ganz normal? Leider nein! Die Frauenbewegung hat hart dafür gekämpft, bis man den Frauen ihr Stimmrecht zugestand. Am 19.11.1918 war es dann so weit: Das freie Wahlrecht für Frauen und Männer ab 20 Jahren wurde endlich eingeführt. Und zwar gleichzeitig in Deutschland, Ungarn, Rumänien und Irland. Der Bundesstaat Wyoming war übrigens Vorreiter, was die politische Emanzipation angeht: 1870 wurde hier das Frauenwahlrecht eingeführt. Auf Bundesebene zogen USA und Kanada erst 1920 nach. Leider gab es auch Spätzünder wie Portugal (1974) oder die Schweiz, die das uneingeschränkte Wahlrecht für Frauen erst 1990 einführte. In Kuwait sind sie immer noch nicht soweit: 2001 hat das kuwaitische Verfassungsgericht eine Klage auf Einführung des Frauenwahlrechts endgültig zurückgewiesen. Von weltweiter Gleichberechtigung kann also noch lange keine Rede sein. Auch daran soll der Weltfrauentag mindestens einmal im Jahr erinnern.

Made by women!
Das schöne Geschlecht hin oder her: Frauen haben im Laufe der Geschichte schon so richtig Köpfchen bewiesen: Zum Beispiel Bette Graham, die das TippEx erfunden hat, Marion Donovan, die die erste Wegwerfwindel entwickelte, Melitta Bentz mit dem ersten Kaffeefilter und Josephine Cochrane, die die Spülmaschine erfunden hat. Die vermeintlich „männliche“ Scheibenwischanlage wurde von Mary Anderson entwickelt und Hedy Lamarr hat das Frequenzspreizverfahren erfunden: Eine Technologie für drahtlose Datenübertragung, die zum Beispiel bei der Bluetooth-Übertragung verwendet wird. Ganz schön helle, die XX-Chromosomen.

Quasselstrippen und Finanzprofis

Wir finden: Die Frauenwelt hat ihren Ehrentag verdient. Denn einige Dinge können die Damen einfach besser. Zum Beispiel Sprachen lernen: Schon dreijährige Mädchen drücken sich in Fremdsprachen doppelt so gut aus wie gleichaltrige Jungen. Reden generell gehört zu den weiblichen Stärken. Denn sie haben das größere Sprachzentrum. Frauen bringen im Schnitt 2.300 Wörter am Tag raus, Männer gerade mal 1.200. Außerdem leben Frauen im Durchschnitt fünf bis 10 Jahre länger. Und 85 Prozent der Menschen über 100 Jahre sind natürlich auch, wer hätte das gedacht, weiblich. Außerdem sind die Damen wohl entscheidungsfreudiger und unabhängiger als gedacht: Rund 56 Prozent aller Scheidungen werden nämlich von Frauen eingereicht. Und eine feine Nase haben Sie – vor allem für’s große Geld! Sie wissen besser wie man Geld gut anlegt und bevorzugen Immobilienbesitz vor dem Zocken an der Börse.  Dass Frauen schlechter Auto fahren als Männer ist übrigens nur ein Gerücht: Lediglich 21 Prozent der Punkte in Flensburg gehen an Frauen, dafür werden aber zwei Drittel der Unfälle mit Personenschaden von Männern verursacht. Hoffentlich haben die eine gute Versicherung. Auf Klischees ist eben kein Verlass. Heute wissen die Frauen wie man eine Autoversicherung abschließt, dass man eine Herstellerschlüsselnummer braucht und eine Typschlüsselnummer. Frauen wissen wie gespart wird. Sie holen sich jetzt Infos im web und finden in den Suchmaschinen die günstige wgv Autoversicherung: http://wgv-versicherungen-esslingen.de

Wir wünschen allen Damen da draußen einen schönen Weltfrauentag!

Eine gute Geschichte

90 Jahre wgv.

Die Wurzeln der wgv liegen bei den schwäbischen Städten und Gemeinden.

Die Idee kam aus Nürtingen. Der Gemeinderat der Stadt im Landkreis Esslingen trat Anfang des Jahres 1921 an den Württembergischen Städtetag heran: Ob es möglich sei, dass sich die Städte und Gemeinden zusammenschließen, um eine eigene Haftpflichtversicherung zu gründen.

Folgen des Krieges belasten.

Die Zeiten waren damals schwierig, Deutschland hatte drei Jahre zuvor den Weltkrieg verloren, die Reparationszahlungen an die Siegermächte belasteten den deutschen Staat und die Wirtschaft.

Die große Inflation von 1922 und 1923 warf ihre Schatten schon voraus. Viele Versicherungen gingen dazu über, den Gemeinden und Städten die Haftpflichtverträge zu kündigen. Diese konnten dann nur zu höheren Beiträgen neu abgeschlossen werden. Daher griff der Geschäftsführer des Württembergischen Städtetages, Dr. Gottlieb Frank , die Idee aus Nürtingen auf. Am 13. April 1921 wurde im kleinen Sitzungssaal des Rathauses Stuttgart der Württembergische Gemeinde-Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit vom Württembergischen Städtetag gegründet. Gründungsmitglieder waren die Oberbürgermeister und Stadtschultheißen der Städte Aalen, Geislingen, Göppingen, Heidenheim, Heilbronn, Ludwigsburg, Mühlacker, Reutlingen, Saulgau und Ulm.

Erfolgreicher Start.

Der Versicherungsverein konnte am 1. Mai 1921 seinen Geschäftsbetrieb aufnehmen. Um den Verein an den Städtetag zu binden, sah die Satzung vor, dass immer der jeweilige Geschäftsführer des Städtetages auch gleichzeitig Vereinsvorstand ist. Sitz des Vereins wurde das Rathaus Stuttgart.

Zum Start konnte nur die Haftpflichtversicherung angeboten werden, die auch nur von kommunalen und kirchlichen Einrichtungen und Verbänden abgeschlossen werden konnte. Doch der Erfolg war so groß, dass man schon im Oktober des gleichen Jahres beschloss, das Angebot zu erweitern. Der Abschluss einer Versicherung gegen Einbruchdiebstahl, Feuer und Veruntreuung war dann möglich.

Bis heute erfolgreich.

Heute ist die wgv 90 Jahre nach Gründung ein modernes Versicherungsunternehmen. 2011 werden mehr als 4 Millionen Versicherungsverträge von 760 Mitarbeitern betreut.

Info`s im web:www.wgv-versicherungen-esslingen.de

  Chronik
13.4.1921 Gründung des Württembergischen Gemeinde-Versicherungsvereins a.G., Sitz im Rathaus Stuttgart
1922 Bereits mehr als 1.700 Versicherungsverträge
ab 1925 Versicherungsangebot auch für Privatkunden
1927 Umzug in die Etzelstr. 27 in Stuttgart
1933-1949 Eingeschränkter Geschäftsbetrieb, Teilzerstörung des Geschäfts gebäudes während des 2. Weltkrieges
ab 1949 Wieder schnell wachsendes Interesse an Versicherungen. Neue Geschäftsbereiche: Kfz-Versicherung, Hausrat-, Glas- und Leitungswasserversicherung.
1954 Sitz in der Panoramastr. 31 in Stuttgart
1976 Umzug in den heutigen Geschäftssitz am Österreichischen Platz.
1978 100 Millionen Mark Beitragseinnahmen überschritten
ab 1988 Eröffnung von Servicezentren in Deutschland
2009 Bezug des Erweiterungsbaus am Österreichischen Platz

Eine Seefahrt die ist lustig, eine Seefahrt die ist schön.

mit Karl dem Großen begann die Geschichte der Versicherung

Eine Seefahrt die ist lustig, eine Seefahrt die ist schön.Von Wegen! Im 14. Jahrhundert, als Klaus Störtebeker auf den Weltmeeren sein Unwesen trieb, war der Beruf des Seefahrers alles andere als lustig. Der Seehandel lag voll im Trend – und das wussten auch die Piraten! Schiffe transportierten nicht nur Handwerkswaren sondern auch Gold und Gewürze. Meuterei war Alltag. Und nichts für schwache Nerven! Auch nicht für die Schiffsbetreiber, die von heute auf morgen ihre Existenz verlieren konnten. Aber schon damals gab es clevere Köpfe für lukrative Finanzgeschäfte. Vor allem bei den Italienern. Denn die kreierten eine Seeversicherung, die dann zum Tragen kam, wenn das Schiff samt Besatzung und Ladung der Piraterie oder der stürmischen See zum Opfer fiel. Der Schiffsbetreiber nahm einfach für jeden Transport, für den er angeheuert wurde, ein Seedarlehen auf. Und wenn das Schiff wieder heil im Hafen gelandet war, zahlte er den Betrag wieder zurück. Zuzüglich Zinsen natürlich. Das war also die Risikominimierung für die  Schifffahrt in Zeiten der wütenden Pest.

Was hat Luther mit Versicherung am Hut?

Eher weniger. Aber er schlug schon zu Beginn des 16. Jahrhunderts seine Thesen an die große Tür der steinernen Schlosskirche in Wittenberg an. Sie war hölzern. Genauso wie die meisten Häuser damals. Eine Wahl hatte man als normaler Bürger da nicht. Purer Zunder für Großbrände in den Dörfern. Denn einmal beim Feuermachen nicht aufgepasst und schon stand das eigene Heim lichterloh in Flammen! War man nicht gerade Experte fürs  Feuerlöschen – damals konnte man ja nicht einfach einen Schlauch nehmen und spritzen – legte Mann oder Frau in diesem Fall in Sekundenschnelle die ganze Nachbarschaft in Schutt und Asche. Aus der Traum vom eigenen Haus, die Existenz dahin und der Streit mit den Nachbarn vorprogrammiert. Da kannten sie auch im Mittelalter kein Pardon.

Später brannten ganze Städte. Schlimmes Szenario. Zum Glück folgte das menschliche Gehirn damals auch voll und ganz dem Evolutionstrieb. Und ein Cleverle hat sich das Konzept der heutigen Gebäudeversicherung ausgedacht. Es hieß Brandgilde. Man tat sich zusammen und sprang für den anderen in die Bresche (zumindest finanziell gesehen), wenn nichts als Schutt und Asche übrig blieb. Einer für alle. Alle für Einen. Das Gegenseitigkeitsprinzip ist also quasi der Urvater des Versicherungswesens.

Und jetzt auch noch Mathe?

Sorry, aber wahr: Die Wahrscheinlichkeitsrechnung, der Albtraum eines jeden Schülers, ist quasi der Zwillingsbruder der heutigen Lebensversicherung. Erfunden haben sie zwei Franzosen: Blaise Pascal und Pierre de Fermat 1654. Und zwar zur Bemessung des Ausgangs von Glücksspielen, die die Abende der Bürger von damals so gefüllt haben wie heute der Fernseher die unseren. Heute berechnen wir quasi alles mit den tollen Formeln. Die Versicherungsmathematiker zum Beispiel das Risiko.

Der gute alte Hubkolbenmotor

Klischees über Autofahrer gibt es viele. Das war schon immer so. Frauen können nicht einparken, Männer fahren grundsätzlich zu schnell und Rentner, ja die Rentner. Da will Autofahren gelernt sein, wenn man das neu erworbene Gefährt ein wenig länger ausführen will.
Seinen Anfang nahm es Ende des 19. Jahrhunderts. Mit den schicken Automobilen kamen die passenden Versicherungen: 1875 die Haftpflichtversicherung in Deutschland. 1898 die Karambolageversicherung. Ab 1902 die freiwillige Kfz-Versicherung und 1939 dann die verpflichtende Kfz-Versicherung.

Kurios, kurioser – Versicherung!

Entwicklung bedeutet Risiken, die versichert werden wollen. So entstand im 20. Jahrhundert der breite Versicherungsmarkt. Was vor vielen tausend Jahren begann, hat sich über die letzten Jahrzehnte zu einem Meer an Versicherungen entwickelt. Was wir lieben, was uns wertvoll ist: das schützen wir auch. Da wundert es uns kaum, dass der Mensch auf  Ideen kommt, was man noch alles versichern könnte. Egal ob gegen unverschuldete Gefängnisaufenthalte, ein „Nein“ vorm Traualtar oder die Entführung durch Außerirdische (nur mit Beweis natürlich!) Den Babyloniern sei Dank!

Welchen Versicherungswunsch haben Sie noch? Schreiben Sie uns!  eMail: helmut.halt@wgv.de oder rufen Sie uns an. wgv Tel: 0711 317667. Informationsbroschüren im Acrobat-PDF-Dateiformat zum Herunterladen auf unserer website:  wgv Esslingen

 Ihr persönlicher Ansprechpartner:  wgv Berater Helmut Halt