Bald ist Ostern

Wissenswertes rund um Ostern.
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Am Ostersonntag ist es wieder soweit: Der Osterhase versteckt allerhand Leckereien. Doch was hat es mit dem Osterbrauch genau auf sich? Wieso beschenkt uns gerade ein Hase? Und was haben eigentlich Eier mit Ostern zu tun? Hier die Antworten.
Was hat das Ei mit Ostern zu tun?
Die Verbindung des christlichen Osterfestes mit dem Ei als Symbol ist für verschiedene europäische Länder spätestens aus dem Mittelalter bekannt. Eigentlich wurde Ostern schon viel früher gefeiert. Es war ein Fest des Frühlingsanfangs. Schon die Perser und Ägypter färbten Eier zum Fest, als Symbol für die Fruchtbarkeit und die Erneuerung der Natur. Vor Ostern, während der langen Fastenzeit, war es verboten Eier zu essen. Und als endlich Ostern kam, war der Appetit auf Eier besonders groß.
So kam Ostern zum Hasen! Der Osterhase wurde zum ersten Mal im Jahr 1682 von einem Mediziner erwähnt. Er beschreibt den Brauch, dass der Osterhase die Eier in Gärten im Gras und Gesträuch versteckt, wo sie zum Spaß von den Kindern und Erwachsenen gesucht werden. Davor waren es, je nach Region, andere Tiere wie z. B. ein Fuchs oder ein Kuckuck, ein Storch oder ein Vogel. Generell ist der Hase bei den Christen als Auferstehungssymbol zu verstehen. Die Verbindung des Hasen mit dem österlichen Eierbrauch ist jedoch noch unklar. Folgende Annahmen gibt es dazu:
1. Annahme: Einige früh bemalte Ostereier zeigen das Dreihasenbild – eine Darstellung von drei Hasen mit lediglich insgesamt drei Ohren. Aufgrund der Darstellung, sieht es so aus, als ob jeder Hase zwei Ohren hat.
Dreieinigkeit. Eventuell könnte man von dieser Darstellung auf den Hasen als Eierlieferant gekommen sein.
2. Annahme: In vielen Bildern aus der Antike und dem Mittelalter sind Hasen zu sehen. Der Hase wurde als Sinnbild von Leben und Wiedergeburt dargestellt.
3. Annahme: Schon früh suchten im Frühling viele Hasen Futter in den Gärten der Dörfer. Nach dem langen Winter fanden sie woanders kein Fressen mehr. Eigentlich sind Hasen sehr scheue Tiere und kommen sonst nie in die Nähe von Menschen. Deshalb erzählte man früher, dass Hasen in die Gärten kamen, um Ostereier zu verstecken.

4. Annahme: An einer Stelle in der Bibel wird in älteren Übersetzungen von „Hasen“ gesprochen. Das hebräische Wort „schafan“ (Klippschliefer) wurde in das Lateinische Wort „lepusculus“ (Häschen) übersetzt. Klippschiefer sind kaninchengroße Tiere, die in felsigen Gebieten Afrikas und Westasiens vorkommen. Somit könnte man u. U. von einem Übersetzungsfehler ausgehen. Seit der Spätantike wurde diese Bibelstelle als Symbol für den schwachen Menschen (Hase) interpretiert, der seine Zuflucht im Felsen (Christus) sucht. Diese Auslegung begründete den Hasen als Symbol.

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